Dario Dumic ist Dynamos Fels in der Brandung

Dresden - Dario Dumic verzieht keine Miene, hat ein absolutes Pokerface. Doch nicht nur optisch ist der Bosnier in der Dynamo-Verteidigung der Fels in der Brandung. Hinter seiner rauen Fassade steckt noch mehr. Exklusiv verriet er TAG24, wie er sich bei der SGD eingelebt hat.

Alle Mann in Deckung! Wenn Dario Dumic (r.) zum Kopfball ansetzt, zieht auch Bielefelds Sven Schipplock lieber zurück.
Alle Mann in Deckung! Wenn Dario Dumic (r.) zum Kopfball ansetzt, zieht auch Bielefelds Sven Schipplock lieber zurück.  © Imago

In 18 Ligaspielen gehörte Dumic 15 Mal zur Startelf. Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Maik Walpurgis gelang dem Innenverteidiger sogar sein erstes Tor für Schwarz-Gelb.

"Die Statistiken lesen sich gut, aber das ist nicht alles", deutet er auf die sportlich schwierige Zeit vor der Winterpause. "Alles in allem lief es aber in meinem ersten halben Jahr bei Dynamo gut für mich."

Mannschaft, Liga, Kultur - für Dumic war nach seiner Verpflichtung im Sommer alles neu. Doch die Integration fiel dem gebürtigem Bosnier (Sarajevo) mit dänischem Pass leicht.

"In der 2. Bundesliga geht es physisch zur Sache, hier muss man viele Zweikämpfe führen", kommt dem 26-Jährigen die körperbetonte Spielweise sehr entgegen.

Und auch die sprachliche Barriere hatte Dumic schnell durchbrochen. Mittlerweile ist der Abwehrhüne (1,93 Meter) der deutschen Sprache so mächtig, dass er im Trainingscamp in der Türkei sein erstes Interview komplett auf Deutsch gab - als erster aller ausländischen Dynamo-Neuzugänge 2018!

An Dario Dumic ist kein Vorbeikommen! Seinen Gegenspielern will er in der Rückserie den Weg versperren. Doch dazu muss sich Dumic erst einmal gegen die eigene Konkurrenz behaupten.
An Dario Dumic ist kein Vorbeikommen! Seinen Gegenspielern will er in der Rückserie den Weg versperren. Doch dazu muss sich Dumic erst einmal gegen die eigene Konkurrenz behaupten.  © Lutz Hentschel

"Das ist mir sehr wichtig, einfach aus Respekt gegenüber dem Land", sagt er, der außerdem noch Bosnisch, Serbisch, Kroatisch, Dänisch, Englisch und Holländisch fließend spricht.

Apropos Holland: Dumic ist vom niederländischen Verein FC Utrecht bis Ende der aktuellen Spielzeit an Dresden nur ausgeliehen, Dynamo besitzt aber eine Kaufoption.

"Da mach ich mir jetzt noch keinen Stress", will Dumic selbst erstmal die Rückserie abwarten. "Erst dann werde ich mich mit Ralf Minge und Kristian Walter zusammensetzen und alles besprechen."

Bis dahin bleibt das Sprach-Genie geduldig, ob sich sein Stand in der Mannschaft verändern wird.

"Als ich hier anfing, gab es kaum Konkurrenz." Doch zuletzt meldeten sich nach und nach alle möglichen Innenverteidiger zurück. "Jetzt sind wir zu sechst, die Auswahl ist sehr groß."

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