Bleibt Burnic bei Dynamo? Fiel will ihn gern behalten!

Dresden - Es gibt Tore, die vergisst ein Schütze nicht, weil sie schön anzusehen sind - Marke Traumtor eben. Und dann gibt es Treffer, die einfach nur wichtig sind. So wie das 2:1 gegen St. Pauli, mit dem Dzenis Burnic Dynamo auf die Siegerstraße schoss.

Dynamos Dzenis Burnic (l.) im Spiel gegen den 1. FC Union Berlin beim Kopfball.
Dynamos Dzenis Burnic (l.) im Spiel gegen den 1. FC Union Berlin beim Kopfball.  © Lutz Hentschel

„In dem Moment habe ich gar nicht viel nachgedacht, sondern war froh und erleichtert, dass es geklappt hat“, beschrieb Burnic seinen ersten Treffer im Dynamo-Trikot, zugleich sein Premieren-Tor im Profibereich. "Das war wie in einer Achterbahn, die Emotionen sind explodiert."

Dabei war Burnic (20) überhaupt nicht gut in die Partie gestartet. Der geborene Westfale mit bosnischen Wurzeln fiel anfangs nur mit Annahmefehlern und Ballverlusten auf. „Irgendwie war ich nicht von der ersten Minute an da“, gab Burnic zu.

Während einer Unterbrechung beorderte ihn Trainer Cristian Fiel an die Seitenlinie. „Er hat gesagt, dass ich einfach weitermachen soll. Dann habe ich mich wachgerüttelt, den Kopf geschüttelt, und mich voll aufs Spiel konzentriert.“

Das Ende ist bekannt. Unschöner Nebeneffekt: Burnic kassierte seine fünfte Gelbe Karte, wird somit am Sonntag bei Holstein Kiel fehlen.

Dzenis Burnic (l.) bejubelt zusammen mit Erich Berko seinen so wichtigen Treffer gegen den FC St. Pauli.
Dzenis Burnic (l.) bejubelt zusammen mit Erich Berko seinen so wichtigen Treffer gegen den FC St. Pauli.  © Lutz Hentschel

"Dzenis ist ein Spieler mit viel Qualität, der jedes Wochenende seinen Mann steht", lobt Fiel seinen "Sechser", auf den er nur ungern verzichten möchte.

So bekommt Burnic am 34. Spieltag gegen Paderborn nach Lage der Dinge immerhin sein "Abschiedsspiel".

Denn nach aktuellem Stand muss der ausgeliehene Mittelfeldspieler dann zurück nach Dortmund, wo er hauptsächlich bei den Amateuren eingesetzt wurde.

Oder bleibt Burnic doch in Dresden?

"Ich hätte nichts dagegen, Dzenis auch nächste Saison in meinem Kader zu haben", gibt Fiel zu. Laut eigenen Aussagen fühlt sich Burnic in Dresden wohl, kann sich einen Verbleib bei den "kleineren" Schwarz-Gelben vorstellen. "Das ist aber auch eine Sache zwischen den Vereinen", geht er der Nachfrage clever aus dem Weg.

Beim BVB hat Burnic einen Vertrag bis 2020. Aufgrund der dortigen großen Konkurrenzsituation ist es nicht ausgeschlossen, dass er bei der SGD bleibt.

Cristian Fiel (l.) im Gespräch mit Dzenis Burnic. Der Dynamo-Coach würde den "Sechser" auch in der kommenden Saison gern in seinem Kader haben.
Cristian Fiel (l.) im Gespräch mit Dzenis Burnic. Der Dynamo-Coach würde den "Sechser" auch in der kommenden Saison gern in seinem Kader haben.  © Lutz Hentschel

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