Derbysieger! Dynamo triumphiert nach Rückstand in Aue

Aue - Lucas Röser brasilianisch mit der Hacke, Justin Löwe kurz nach seiner Einwechslung mit einem Strich und Erich Berko tanzte den Keeper aus - Dynamo Dresden gewinnt ein hitziges Sachsenderby bei Erzgebirge Aue mit 3:1. Vor 14.550 Zuschauern gelang den Schwarz-Gelben der erste Sieg im Jahr 2019.

Den bessseren Start hatten die Gäste. Aue geht in Führung und jubelt. Pascal Testroet obenauf.
Den bessseren Start hatten die Gäste. Aue geht in Führung und jubelt. Pascal Testroet obenauf.  © DPA

Aue setzte sich von Beginn in der Dresdner Hälfte fest, Ex-Dynamo Pascal Testroet versuchte es (1.) gleichmal ganz frech mit einem Fallrückzieher. Dynamo wackelte in der Anfangsphase.

Unter anderem vertändelte Jannik Müller - zum ersten Mal von Beginn als SGD-Kapitän - den Ball, Florian Ballas spielte im eigenen Strafraum zu lässig und sorgte somit für unnötige Gefahr, Rico Benatelli schob die Kugel seinem Gegner direkt in die Füße.

Nach einer Viertelstunde drückten dann auch mal die Schwarz-Gelben.

Der erste Torschuss von Müller (16.) wurde zur Ecke abgeblockt, genauso wie der anschließende Kopfball von Erich Berko und Benatellis Fernschuss (18.) landete in den Armen von Aue-Keeper Martin Männel.

Danach gingen die Gastgeber dank doppeltem Philipp mit 1:0 in Führung. Dynamos Patrick Möschl verlor im Aufbauspiel den Ball, Aues Philipp Riese flankte butterweich in den Strafraum, wo Philipp Zulechner (27.) ins lange Eck köpfte.

Wenig später hätte es fast wieder geklingelt. Schlitzohr Jan Hochscheidt (30.) schlug einen Freistoß aus der eigenen Hälfte lang und hoch in Richtung gegnerisches Gehäuse, den Schlussmann Markus Schubert gerade noch so zur Ecke abwehrte. Auf der Gegenseite scheiterte Baris Atik (43.) an Männel.

Zweikämpfe gab es mehr als genug. Jan Hochscheidt (links) versucht dem Dresdner Florian Ballas den Ball abzunehmen.
Zweikämpfe gab es mehr als genug. Jan Hochscheidt (links) versucht dem Dresdner Florian Ballas den Ball abzunehmen.  © DPA

Vier Gelbe Karten - zwei auf jeder Seite - verteilte Schiedsrichter Robert Hartmann im ersten Durchgang. Beide Teams gingen mit offenem Visier in die Zweikämpfe inklusive Tumulte vor der Auer Ersatzbank - ein echtes Derby eben!

Welche Ansprache Dynamo-Coach Cristian Fiel auch immer in der Pause gehalten hatte, sie fruchtete. Der eingewechselte Haris Duljevic spielte mit feinem Füßchen auf Linus Wahlqvist, der in die Mitte auf Lucas Röser ablegte. Mit der Hacke vollendete der 25-jährige Angreifer einen wunderschönen Angriff zum 1:1-Ausgleich.

Dynamo im zweiten Durchgang mutiger und energischer, so wie Coach "Fielo" das bereits vor dem Spiel forderte.

Die Dresdner schnürten ihren Gegner in der eigenen Hälfte ein. Rösers Kopfball (58.) segelte genau wie Dujevics Schuss über die Latte.

Die Zweikämpfe blieben intensiv, in den Angriffen ging beiden Mannschaften aber allmählich die Puste aus - und dann kam Justin Löwe in die Partie. Der 20-Jährige, der erst seinen zweiten Profi-Einsatz seiner Karriere hinlegte, drosch den Ball (81.) nach abgewehrter Ecke mit voller Wucht in die Maschen, brachte die Dynamos mit 2:1 in Front und damit auch auf die Siegerstraße.

Berko vollendete einen Konter sogar noch zum 3:1. Was für ein Befreiungsschlag für die Schwarz-Gelben!

Glücksgefühle bei den Dresdnern! Lucas Röser (Mitte) hat gerade getroffen und wird von seinen Mitspielern beglückwünscht. Veilchen-Kicker Robert Herrmann (rechts) ist die Enttäuschung anzusehen.
Glücksgefühle bei den Dresdnern! Lucas Röser (Mitte) hat gerade getroffen und wird von seinen Mitspielern beglückwünscht. Veilchen-Kicker Robert Herrmann (rechts) ist die Enttäuschung anzusehen.  © DPA

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