Harte Strafe für Dynamo wegen Bannern und T-Shirts

Dresden - Das wird teuer für die SG Dynamo Dresden. Am Donnerstag verdonnerte der DFB den Verein zu einer Geldstrafe von 45.000 Euro.

Frauenfeindliche Spruchbänder gegen St.-Pauli-Anhänger haben bei den Dynamo-Fans leider schon Tradition.
Frauenfeindliche Spruchbänder gegen St.-Pauli-Anhänger haben bei den Dynamo-Fans leider schon Tradition.  © Lutz Hentschel

Nicht etwa für das Abbrennen von Pyrotechnik wurden die Schwarz-Gelben verurteilt. Vielmehr geht es um Vorfälle beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Endstand 3:3).

Dort zeigten Anhänger mehrere Banner mit verunglimpfenden und diskriminierenden Inhalten. Unter anderem war auf einem Spruchband: "Papa, wo ist das Teil zum Kartoffelnschälen? Die steht heute im Gästeblock", zu lesen.

Außerdem fielen zwei Ordner durch Fehlverhalten unangenehm auf.

Sie sollen T-Shirts mit eindeutig nationalsozialistischen Botschaften zur Schau getragen haben.

"3. Division für Sicherheit des deutschen Volkes", sowie das Symbol eines an die SS-Division erinnernden Totenkopfs waren auf der Oberbekleidung zu sehen.

Die Männer sollen sich zudem geweigert haben, im Heimbereich präsentierte Deutschland-Fahnen entfernen zu lassen. Beide wurden vom Dienst suspendiert.

Die SG Dynamo Dresden hat die Möglichkeit, binnen 24 Stunden gegen das Urteil des Einzelrichters eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht zu beantragen.

Es wird sehr wahrscheinlich nicht die letzte Geldstrafe sein, die Dynamo in dieser Spielzeit zahlen muss. Beim DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC wurden fast das gesamte Spiel über bengalische Feuer und Pyrotechnik abgebrannt.

Auch im Abstiegskrimi gegen den SV Wehen Wiesbaden kam Pyro im Dresdner Fan-Block zum Einsatz. Nach dem Wurf eines Knallkörpers, der nahe dem Wiesbadener Torhüter Lukas Watkowiak explodierte, stand die Fortsetzung des Spiels auf der Kippe.

Wäre es für den Keeper nicht weitergegangen, hätte Schiedsrichter Martin Petersen über einen Spielabbruch nachdenken müssen.

Update 22:00 Dynamo stimmt Urteil vom DFB-Sportgericht zu

Die SG Dynamo Dresden hat dem Urteil des DFB-Sportgerichts zugestimmt, dass damit rechtskräftig ist. Bis zu 15.000 Euro von der Gesamtgeldstrafe darf die SGD für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Der Nachweis darüber muss dem DFB bis zum 30. Juni 2020 überbracht werden.

Schon bei der Erwärmung vor dem Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden wurde Pyrotechnik abgefackelt.
Schon bei der Erwärmung vor dem Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden wurde Pyrotechnik abgefackelt.  © Lutz Hentschel

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