Ballas spricht bei Dynamo Klartext: "Müssen alle den Arsch hochkriegen"

Dresden - Auf die obersten Ränge der Zweitliga-Tabelle brauchen die Dynamo-Kicker nicht mehr zu schielen. Nach den zwei enttäuschenden Niederlagen gegen Arminia Bielefeld und beim 1. FC Heidenheim muss sich der Blick aller Schwarz-Gelben immer mehr nach unten richten.

Nur vier von zwölf möglichen Punkten aus den letzten sechs Partien, Dynamos Abwehrrecke Sören Gonther, hier beim Kopfball, will von einer Krise bei den Schwarz-Gelben aber nichts wissen
Nur vier von zwölf möglichen Punkten aus den letzten sechs Partien, Dynamos Abwehrrecke Sören Gonther, hier beim Kopfball, will von einer Krise bei den Schwarz-Gelben aber nichts wissen  © Lutz Hentschel

"Wir sollten die Saison abbrechen. Es macht keinen Sinn mehr weiterzuspielen", meinte Sören Gonther nach dem 0:1 in Heidenheim mit viel Ironie.

Als er danach den "Spaß" beiseite legte, folgten die Worte: "Wir wissen alle, dass noch keine Mannschaft mit 25 Punkten in der Liga geblieben ist. Aber wir brauchen jetzt nach zwei verlorenen Spielen, die wir nicht hätten verlieren müssen, keine ganz große Krise herbeireden."

Hat der Ersatz-Kapitän den Ernst der Lage noch nicht erkannt? In den vergangenen sechs Liga-Begegnungen hagelte es vier Niederlagen, nur eine konnten die Dresdner für sich entscheiden. Wenn das keine Krise ist ...

Aus den ach so tollen zwölf Punkten Vorsprung auf den Relegations- und 14 Zähler auf einen direkten Abstiegsplatz sind nach der Winterpause - also zwei Pleiten später - nur noch jeweils neun übrig! Auf einmal gewinnen die schon vorzeitig aussortierten Absteiger wieder.

Und auf Dynamo wartet als nächster Gegner Tabellenführer Hamburger SV.

Trotz der noch immer neun Zähler Abstand auf den Relegations- und den ersten direkten Abstiegsrang bloß nicht zu sicher fühlen! Dynamo-Trainer Maik Walpurgis weiß, dass der Klassenerhalt noch nicht sicher ist.
Trotz der noch immer neun Zähler Abstand auf den Relegations- und den ersten direkten Abstiegsrang bloß nicht zu sicher fühlen! Dynamo-Trainer Maik Walpurgis weiß, dass der Klassenerhalt noch nicht sicher ist.  © Lutz Hentschel

Das Wort Abstiegskampf möchte auch Cheftrainer Maik Walpurgis noch nicht in den Mund nehmen. Doch er weiß: "Zu sicher darf sich in dieser Liga niemand sein, sonst wird man brutal böse überrascht."

Von nun an will der 45-Jährige dafür sorgen, dass keiner seiner Spieler glaubt, es sei "schon alles in trockenen Tüchern" und der Rest der Saison könne "einfach so heruntergespielt" werden.

Innenverteidiger Florian Ballas legte zwar auch den Wert auf "Ruhe bewahren", sprach aber im Gegensatz zu Gonther ein Klartext. "Wir müssen schauen, dass wir alle den Arsch hochkriegen."

Der Ärger stand dem 26-Jährigen ins Gesicht geschrieben. "Die ganze Arbeit bringt nichts, wenn wir sie nicht richtig ummünzen können. Wir dürfen uns nicht auf den geholten Punkten ausruhen!"

Nun gilt es abzuwarten, wie viele seiner schwarz-gelben Kollegen das auch kapieren ...

Den Arsch hochkriegen! Florian Ballas, hier im Training vor Sascha Horvath am Ball, hat den Ernst der Lage erkannt.
Den Arsch hochkriegen! Florian Ballas, hier im Training vor Sascha Horvath am Ball, hat den Ernst der Lage erkannt.  © Lutz Hentschel

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