Insolvenz! Ist das Geld auf der Dynamo-Karte jetzt futsch?

Nur Bares ist Wahres! Gegen Bielefeld und bei allen anderen Veranstaltungen im Sommer nehmen die Kioske im DDV-Stadion bloß noch Bargeld an.
Nur Bares ist Wahres! Gegen Bielefeld und bei allen anderen Veranstaltungen im Sommer nehmen die Kioske im DDV-Stadion bloß noch Bargeld an.  © DPA/Thomas Eisenhuth

Dresden - Wer noch Geld auf seiner Dynamo-Karte hat, der guckt in die Röhre. Die Kohle ist mit großer Wahrscheinlichkeit futsch! Einer der führenden Anbieter für elektronische Bezahlsysteme, die hattrick payments GmbH, hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Davon sind auch die Dynamo-Fans betroffen.

Seit der Saison 2010/11 hat das Unternehmen die Dynamo-Karte zur Verfügung gestellt. Das bargeldlose Bezahlen funktionierte bis zum letzten Heimspiel gegen 1860 München.

Jetzt ist das nicht mehr möglich, gegen Bielefeld wird das System nicht zum Einsatz kommen.

Es besteht an diesem Tag auch nicht die Möglichkeit, sich das Restgeld auf der Karte auszahlen zu lassen.

So sieht sie aus, die Dynamo-Karte. Durch die Insolvenz des Anbieters ist es derzeit nicht möglich, sich das Restgeld auszahlen zu lassen.
So sieht sie aus, die Dynamo-Karte. Durch die Insolvenz des Anbieters ist es derzeit nicht möglich, sich das Restgeld auszahlen zu lassen.  © DPA/Thomas Eisenhuth

"Die Stadion Dresden Projektgesellschaft und die SG Dynamo Dresden bedauern, dass aufgrund des schwebenden Insolvenzprozesses der hattrick payments GmbH aktuell noch keine finale Aussage darüber getroffen werden kann, ob und wie eine Auszahlung der Restguthaben durch die hattrick payments GmbH ermöglicht werden kann", erklären der Verein und die Projektgesellschaft auf der Dynamo-Homepage.

Unabhängig von den Sanierungsbemühungen der hattrick payments GmbH prüfen die SGD und die Stadion Dresden Projektgesellschaft alle rechtlichen Möglichkeiten und zur Verfügung stehenden Optionen, um den Besitzern der Dynamo-Karten alternative Nutzungsmöglichkeiten vorhandener Restbeträge zu ermöglichen, heißt es weiter. Und: Während der nächsten Veranstaltungen, wie beim Spiel gegen Bielefeld oder auch dem Konzert von Robbie Williams im DDV-Stadion, wird die Bezahlung an den Cateringständen ausschließlich über Bargeld erfolgen.

Die Insolvenz betrifft nicht nur Dynamo, sondern auch Hertha BSC, Eintracht Frankfurt, den 1. FC Kaiserslautern, den FC Augsburg und die Handballer der SG Flensburg-Handewitt.

Auch dort bekommen die Fans voraussichtlich ihr Geld nicht zurück. Bei Eintracht Frankfurt zum Beispiel wird der Verlust auf eine halbe Million Euro geschätzt.


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