Dynamo Dresden: Gesperrter Nikolaou hat keine Angst um seinen Stammplatz

Dresden - Im Ostderby gegen Magdeburg holte sich Dynamos Jannis Nikolaou seine fünfte Gelbe Karte ab, ist somit fürs Sachsenderby gegen Aue am Montag gesperrt. Angst, seinen Platz im Team zu verlieren, hat er aber trotzdem nicht.

In Heidenheim kassierte Jannis Nikolaou eine seiner bisher sieben Gelben Karten in dieser Saison. Wobei aus den zwei Gelben gegen Union Berlin eine Gelb-Rote wurde.
In Heidenheim kassierte Jannis Nikolaou eine seiner bisher sieben Gelben Karten in dieser Saison. Wobei aus den zwei Gelben gegen Union Berlin eine Gelb-Rote wurde.  © Imago

Nikolaou ist ein polyvalenter Spieler - wie es im modernen Fachjargon gern ausgedrückt wird, wenn ein Akteur mehrere Positionen bedienen kann.

Der Deutsch-Grieche lief in dieser Saison schon als zentraler und als linker Innenverteidiger auf, aber auch als defensiver Mittelfeldspieler.

"Beim 1. FC Köln bin ich als Innenverteidiger ausgebildet worden", erzählt Nikolaou. Bis er in der dritten Liga die Sechserposition kennen und auch schätzen gelernt hat.

"Grundsätzlich mag ich es, wenn sich das Geschehen vor mir abspielt. Je nach taktischer Ausrichtung ist das auf beiden Positionen möglich."

Wer so viel rotiert, läuft allerdings auch Gefahr, in die Nische des Ersatzmannes gesteckt zu werden. "Das sehe ich nicht so", grätscht Nikolaou bei diesem Thema verbal dazwischen und lässt sich nicht abstempeln. "Wenn ich meine Aufgabe gut mache, werde ich auch spielen - egal wo."

Sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Abwehr wurde Jannis Nikolaou bereits aufgeboten.
Sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Abwehr wurde Jannis Nikolaou bereits aufgeboten.  © Picture Point / Gabor Krieg

Letztendlich wünscht er sich aber dennoch einen festen Stammplatz: "Weil es nicht so förderlich ist, wenn du jedes zweite Spiel die Position wechselst."

22 Partien hat Nikolaou für Dynamo bislang absolviert, für seine erste Zweitliga-Station eine ordentliche Anzahl.

Nun muss er aber passen, fehlt gegen Aue gelb-gesperrt. Erst im Nachholer gegen Fürth darf er wieder ran. Doch darauf liegt laut des 25-Jährigen noch nicht der Fokus.

"Dieses Spiel müssen wir dann anpacken, wenn es gespielt wird", erklärt er. Gefährlich wird es, wenn man diese drei Zähler auf das aktuelle Punktekonto mit einrechnet, obwohl man sie noch gar nicht hat.

"Das wäre schon eine gewisse Gefahr", bestätigt Nikolaou, deswegen verweigert er grundsätzlich solche Rechenspielereien und Gedanken wie: was wäre wenn … "Darauf darf man nicht gucken."

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