Besondere Situation: Dynamo tritt ohne aktive Fan-Szene beim KSC an

Dresden - Der 14. Mai 2017 ist in Karlsruhe und Dresden noch allgegenwärtig. Die Dynamo-Fans marschierten als Football-Army in den Wildpark ein. Das sorgte deutschlandweit für Aufsehen - und das nicht positiver Natur. Nun kehrt Dynamo erstmals seit jenem Auftritt zum KSC zurück - ohne die Ultras.

Im April 2016 gab's bei Dynamo das letzte Public Viewing - damals zum Spiel in Magdeburg, als die SGD den Aufstieg in die 2. Liga perfekt machte.
Im April 2016 gab's bei Dynamo das letzte Public Viewing - damals zum Spiel in Magdeburg, als die SGD den Aufstieg in die 2. Liga perfekt machte.  © Eric Münch

Die aktive Fanszene der SGD hat sich dazu entschieden, nicht zum Auswärtsspiel ins Badische zu reisen (TAG24 berichtete).

Die Karlsruher Ermittlungsbehörden führten im Nachgang der damaligen Partie gegen mittlerweile 50 Menschen Hausdurchsuchungen sowie umfangreiche Ermittlungen durch.

Daher bleiben die Ultras diesmal lieber gleich daheim. Sie veranstalten zusammen mit dem Verein ein großes Public Viewing im Rudolf-Harbig-Stadion - so wie damals beim Aufstiegsspiel 2016 in Magdeburg.

„Besondere Situationen erfordern bekanntlich besondere Maßnahmen. Wir haben uns aufgrund der angespannten Sicherheitslage und vor dem Hintergrund der Empfehlung der Sicherheitsträger in Karlsruhe sowie Dresden dazu entschlossen, die Idee unserer Fanszene aufzugreifen", erklärt Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born.

Knapp 2000 Karten wurden bisher verkauft. Tickets gibt es auch am Sonnabend noch am Stadion.

Kapitän Niklas Kreuzer fordert seine Mitspieler auf, die Situation auszublenden.
Kapitän Niklas Kreuzer fordert seine Mitspieler auf, die Situation auszublenden.  © Lutz Hentschel

Die Mannschaft muss also auf die ganz große Unterstützung verzichten. "Wir verstehen den Unmut der Fans. Wir haben sonst auswärts eine abnormale Unterstützung durch unsere Anhänger - siehe im Vorjahr in Köln oder beim HSV.

Diesmal wird es anders sein, es wird sicher komisch, aber das müssen wir für dieses eine Mal ausblenden", sagt Kapitän Niklas Kreuzer.

Unterdessen hat für das DFB-Pokalspiel am 10. August gegen die TuS Dassendorf in Zwickau der Kartenvorverkauf begonnen. Für die Partie, bei der die Hanseaten Gastgeber sind, stehen 10000 Karten zur Verfügung.

Es gibt keinen gesonderten Gästeblock, die Dynamos könnten im Grunde alle Karten kaufen, da von Dassendorfer Seite mit wenigen TuS-Fans gerechnet wird. Ein Heimspiel wird es allemal für die Dynamos

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