Dynamo-Konrad erinnert sich an "verrücktestes Spiel seiner Karriere"

Manuel Konrad (M.) konnte in Darmstadt gleich dreimal jubeln, trotzdem reichte es leider nicht zum Sieg.
Manuel Konrad (M.) konnte in Darmstadt gleich dreimal jubeln, trotzdem reichte es leider nicht zum Sieg.  © Imago

Dresden - Dynamos "Sechser" Manuel Konrad spielte im defensiven Mittelfeld oft nur die zweite Geige. Da Kapitän Marco Hartmann allerdings in den letzten Monaten mehrfach von Verletzungssorgen geplagt wurde und wird, springt Konrad für ihn zurzeit dauerhaft in die Bresche. Besonders ein Spiel in dieser Saison wird ihm dabei wohl für immer unvergessen bleiben.

Für "Manu" ist es bereits die zweite Saison im Dynamo-Trikot. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen bei ihm schon mehr Einsätze (19) zu Buche als in der kompletten vergangenen Spielzeit (15). Eine Bilanz, die den 29-Jährigen erfreut: "Mit dem Jahr kann ich sehr zufrieden sein. Die Jungs wissen, was ich kann. Es ist schön, dass ich mein wahres Gesicht zeigen und viel spielen kann."

Besonders eine Partie wird ihm ewig im Kopf hängen bleiben - das Hinspiel am 8. Spieltag am Böllenfalltor in Darmstadt. Dort erzielte Konrad drei Tore für Schwarz-Gelb. In der 80. Minute erhöhte er gar auf 3:1, bevor die "Lilien" in den Schlussminuten Dynamo noch zwei Dinger einschenkten - Endstand 3:3.

Nun, ein halbes Jahr später, blickt Konrad auf diesen Tag noch einmal zurück. "Das war mit Sicherheit eins der verrücktesten Spiele in meiner Karriere. Obwohl wir ein gutes Auswärtsspiel gezeigt haben, waren wir am Ende enttäuscht. Die Schlussphase war turbulent, der Druck von Darmstadt enorm", schildert er. Ein vergleichbares Spiel hat er in seinen knapp zwölf Jahren Profi-Karriere noch nicht erlebt. "Als Defensivspieler drei Tore gemacht zu haben und dann so ein verrückter Spielverlauf – aktuell steht das Spiel bei mir ganz klar auf Platz eins."

Am Freitag (18.30 Uhr) erwartet Dynamo den Bundesligaabsteiger, dem erneut der Abstieg droht, zum Rückspiel im DDV-Stadion. Dieses Mal wollen Konrad und Co die Punkte komplett behalten, auch wenn das nicht leicht zu werden scheint: "Ich weiß selber, wie es ist, wenn man hinten drin steht und gegen den Abstieg spielt. Ich erwarte ein richtig schweres Match. Wir dürfen Darmstadt auf keinen Fall unterschätzen, die werden um alles kämpfen."

Dass Konrad derzeit in guter Verfassung ist, haben auch die Fans bemerkt: Sie wählten ihn zu unserem Spieler des Monats Februar. Konrad bekam 14 Prozent aller Stimmen und setzte sich damit gegen seine "Verfolger" Sascha Horvath und Moussa Koné (jeweils 11 %) durch. Am Freitag erscheint ein XXL-Poster in der Morgenpost mit unserem Gewinner.


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