Dynamo-Coach Kauczinski kehrt zurück: Sieg wäre eine Genugtuung für ihn

Dresden - 10. April 2019: Markus Kauczinski wird als Trainer des FC St. Pauli entlassen - mit nur vier Punkten Rückstand auf Rang 3! 14. Februar 2020: Sein Nachfolger Jos Luhukay dümpelt zehn Monate später im Tabellenkeller der 2. Liga herum. Besser wurde es also auf dem Kiez nicht, im Gegenteil. Für den jetzigen Dynamo-Coach dürfte ein Sieg heute daher eine besondere Genugtuung sein.

Markus Kauczinski am 29. März 2019. Da war er noch zwölf Tage Trainer des FC St. Pauli. Am Freitag kehrt er mit Dynamo zurück ans Millerntor.
Markus Kauczinski am 29. März 2019. Da war er noch zwölf Tage Trainer des FC St. Pauli. Am Freitag kehrt er mit Dynamo zurück ans Millerntor.  © imago images/Cathrin Müller

Nun, große Töne darf bei der SGD keiner spucken, denn der Verein steht noch fünf Zähler hinter den Paulianern auf Rang 18.

Kauczinski könnte, er hat das nicht zu verantworten, übernahm im Dezember das abgeschlagenen Schlusslicht.

Doch der 49-Jährige will nicht zündeln, er geht - zumindest nach außen - gelassen mit dem Thema um.

Für ihn zählt einzig und allein die SGD: "Es ist nicht lange her, da haben wir über meine Rückkehr nach Karlsruhe geredet. Die Antwort fällt nicht anders aus: Ich bin hier Trainer mit Leib und Seele. Das macht mir Spaß und ich bin nur in der Vorbereitung auf das Spiel", erklärt Kauczinski, dass er sich weit weniger mit seiner durchaus sehr erfolgreichen Zeit in Hamburg beschäftigt.

Kauczinski übernahm beim 1. FC St. Pauli im Dezember 2017

Mit Leib und Seele Dynamo-Trainer, wie er selbst sagt: Markus Kauczinski bespricht sich mit Patrick Schmidt (l.).
Mit Leib und Seele Dynamo-Trainer, wie er selbst sagt: Markus Kauczinski bespricht sich mit Patrick Schmidt (l.).  © Lutz Hentschel

Er hatte St. Pauli im Dezember 2017 übernommen, da sah es ähnlich aus wie heute.

Am Ende war der Kiez-Klub sicher gerettet und eben in der darauffolgenden Saison auf dem Sprung, den Etablierten das Wasser abzugraben. Bis er nicht mehr graben durfte. Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit.

Doch jede Zeit hat ihr Ende, ich habe meinen Frieden damit gemacht. Natürlich wird niemand gern freigestellt. Das war nicht schön, aber wenn man den Beruf des Trainers ausübt, weiß man, was es bedeuten kann."

Doch nun zählt Dynamo, die Mission ist heikler und schwieriger, der Klassenerhalt alles, nur kein Selbstläufer.

Um voran zu kommen, muss am Freitag der erste Auswärtssieg der Spielzeit her. "St. Pauli ist ein heimstarkes Team, hat zu Hause sehr viele Punkte geholt. Mit den Fans im Rücken gibt es immer viel Kampf", sagt Kauczinski über seinen Ex-Club.

Er weiß, dass der FC nach der Niederlage vom Montag bei Holstein Kiel Wiedergutmachung leisten muss. "Aber ihre Situation bewerte ich nicht. Wir haben genug vor der eigenen Haustür zu kehren."

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