Heute Dynamo-Auftakt gegen Nürnberg: Wille, Leidenschaft und drei Punkte?

Dresden - Sorgenfrei, angstfrei, ruhig, bloß nicht schon wieder Abstiegskampf. Das sind die Wünsche von Dynamo Dresden, wenn am Samstag gegen Nürnberg die Saison eröffnet wird.

Zweimal Test gegen Paris St. Germain. Dresden verlor 1:6, Nürnberg spielte 1:1. Hier bringt Matthäus Taferner (M.) im Beisein von Florian Ballas Weltmeister Julian Draxler ins Straucheln.
Zweimal Test gegen Paris St. Germain. Dresden verlor 1:6, Nürnberg spielte 1:1. Hier bringt Matthäus Taferner (M.) im Beisein von Florian Ballas Weltmeister Julian Draxler ins Straucheln.  © Lutz Hentschel

Konkret wird Trainer Cristian Fiel in Sachen Zielstellung aber nicht: "Wir wollen es besser machen als in der Vorsaison. Damit meine ich nicht die Platzierung. Weil, wenn wir das verbessern, was ich haben will, dann wird die Platzierung automatisch besser sein."

Besser als Platz 14 also. Kein zu hoch gegriffenes Ziel. Sehr besonnen, keine Flausen im Kopf. Die letzten beiden Jahre mitten im Abstiegskampf haben demütig gemacht. Gut so. Und wenn doch einer mit irgendeinem Höhenflug kommt, setzt der Coach zur Grätsche an.

Der 39-Jährige fordert von seinem Team mehr Leistungsbereitschaft und Konstanz. Dinge, die im Vorjahr nicht immer und nicht immer in vollem Maße vorhanden waren.

Er möchte dabei die treuen Anhänger gleich mitnehmen, heute schon gegen den Club: "Ich will, dass die Leute nach Hause gehen und wir sie mitgerissen und gepackt haben. Das sind gefährliche Aussagen, aber das ist mein Wunsch. Wir müssen Punkte holen, aber wenn du Leidenschaft und Willen an den Tag legst, wenn du mit Freude Fußball spielst, dann bin ich der Überzeugung, dass in der Mannschaft genug Qualität steckt, um in der Liga eine gute Rolle zu spielen."

Vier Tage später gastierte PSG beim Club und kam nur zu einem Remis. Nürnbergs Federico Palacios (l.) versucht in dieser Szene Juan Bernat und Marco Verratti (r.) abzuschütteln.
Vier Tage später gastierte PSG beim Club und kam nur zu einem Remis. Nürnbergs Federico Palacios (l.) versucht in dieser Szene Juan Bernat und Marco Verratti (r.) abzuschütteln.  © Imago Images / Bernd Müller

Mit Nürnberg kommt gleich ein Team, dass zum Besten der Liga gehört - zumindest auf dem Papier.

"Viele haben im Vorjahr noch erste Liga gespielt, Nürnberg hat unheimlich viel Qualität", so Fiel. Vor Augen geführt bekam er das gegen Paris St. Germain.

Dynamo verlor 1:6, Nürnberg spielte wenige Tage gegen die Tuchel-Truppe 1:1. Nun hinken Quervergleiche, "erst Recht in der Vorbereitung", wie Fiel sagt. "Aber ich musste das Paris-Spiel des 1. FC nicht sehen, um zu wissen, wer jetzt kommt. Der Club will gleich zeigen, was er vor hat und wo er wieder hin will."

Seine Truppe muss dagegenhalten, Euphorie auf dem Feld und auf den Rängen entfachen und den Franken zeige, wer Herr im Hause ist. Nämlich Dynamo! "Vamos, Jungs!"

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