Dynamo-Coach Fiel: "Hecking ist mein Überidol"

Dresden - "Lieblingstrainer" nennt Cristian Fiel seinen Kollegen Dieter Hecking. Am Samstag trifft er ihn, wenn Dynamo Dresden zum Hamburger SV muss. Der Coach der Hanseaten ist seit 1. Juli dort im Amt und soll den Verein zurück in die Bundesliga führen. "Fielo" will den Weg dorthin kurz unterbrechen. Da zählt die Liebe nichts.

Dieter Hecking (l.) und Cristian Fiel erlebten bei Alemannia Aachen gemeinsam erfolgreiche Zeiten. Jetzt stehen sie sich als Trainer gegenüber.
Dieter Hecking (l.) und Cristian Fiel erlebten bei Alemannia Aachen gemeinsam erfolgreiche Zeiten. Jetzt stehen sie sich als Trainer gegenüber.  © Imago Images/Sven Simon

2004 übernahm Hecking Alemannia Aachen, Fiel war schon ein halbes Jahr da. Zusammen erlebten sie eine erfolgreiche Zeit am Tivoli. Im ersten Jahr durfte Aachen als Zweitligist im damaligen UEFA-Cup ran.

Im Pokalfinale verlor die Alemannia zwar gegen Bremen, doch Werder wurde auch Meister, spielte daher in der Champions League.

Aachen rückte nach und besiegte den OSC Lille und AEK Athen. Den Bundesliga-Aufstieg verpassten beide nur knapp, durften ihn aber ein Jahr später feiern.

Hecking ging 2006 den Weg in die Bundesliga nur drei Spieltage mit Aachen mit, dann wechselte er nach Hannover. Die Wege trennten sich, der Kontakt blieb. Am Samstag treffen sich die beiden wieder.

"Ich war sein Spieler. Er ist für mich ein Überidol, er steht über allem. Und deshalb freue ich mich, wenn ich mal mit ihm ein paar Worte wechseln kann", schwärmt Fiel regelrecht von seinem Lehrmeister.

Fiel will seinem Lieblingstrainer Schmerzen zufügen

Cristian Fiel (M.) gibt bei Dynamo den Ton an - nicht nur in dieser Woche beim Training.
Cristian Fiel (M.) gibt bei Dynamo den Ton an - nicht nur in dieser Woche beim Training.  © Lutz Hentschel

Für den 39-Jährigen ist kaum greifbar, dass er jetzt ebenfalls in der 2. Liga Trainer ist und gegen Hecking ran darf.

"Wenn ich an dieses Spiel denke, verrückt. Wenn ich dann mal nach rechts gucke und frage: Ist das real, was da gerade passiert?", lacht er:

"Er ist derjenige, der mir damals gesagt hat, wenn du jetzt nicht einfach mal das und das machst, dann spielst du bei mir nicht. Und dann steht er jetzt neben mir. Verrücktes Leben, was ich da leben darf."

Fiel scheint damals um 2004 oder 2005 herum auf Hecking gehört zu haben, denn er war dann Stammspieler in Aachen, nicht nur in der 2., sondern auch in der 1. Liga.

Von der Alemannia kam er 2010 nach Dresden und blieb - seine zweite sportliche Liebe und mit der will er seinem Lieblingstrainer Schmerzen zufügen.

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