Dynamos Gonther nimmt Mannschaft in die Pflicht: "Wissen, was die Stunde geschlagen hat!"

Dresden - Ein neuer Trainer ist gefunden, aber die Situation bleibt die gleiche! Dynamos Führungsspieler Sören Gonther hofft darauf, nicht erneut bis zur letzten Minute um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen.

Als Kiez-Kicker beim FC St. Pauli kämpfte Sören Gonther (r.) zweimal um den Klassenerhalt, setzte sich dabei - genauso wie gegen Fürths Tolcay Cigeri - aber durch.
Als Kiez-Kicker beim FC St. Pauli kämpfte Sören Gonther (r.) zweimal um den Klassenerhalt, setzte sich dabei - genauso wie gegen Fürths Tolcay Cigeri - aber durch.  © Imago

Vor etwa drei Wochen sagte Dynamos derzeitiger Abwehrchef noch: "Nach zwei verlorenen Spielen brauchen wir keine Krise herbeireden."

Schon damals ein Satz mit Brisanz in den Ohren vieler schwarz-gelber Anhänger. Seitdem kamen zwei weitere Niederlagen und ein Remis dazu - allesamt ohne Dynamo-Tor.

Mittlerweile kommt auch Gonther nicht mehr drumherum, das Kind beim Namen zu nennen: "Keiner unterschätzt die Situation. Intern wissen wir, was die Stunde geschlagen hat."

Zudem gab der 32-Jährige Einblicke, warum er gegenüber den Medien gern mal den Ball flach hält: "Ich bin kein Freund davon, in der Öffentlichkeit die große Keule zu schwingen und Kampfansagen zu machen."

Nach der Pleite in Darmstadt wartete Gonther sogar einige Sekunden und legte sich die für ihn richtig klingenden Worte zurecht, bevor er den Medien antwortete.

Sören Gonther spielt seine zweite Saison bei Dynamo. Auf einen erneuten Abstiegskampf hat der 32-Jährige keine Lust.
Sören Gonther spielt seine zweite Saison bei Dynamo. Auf einen erneuten Abstiegskampf hat der 32-Jährige keine Lust.  © Lutz Hentschel

Wie er selbst andeutete, zeigt er also in der Kabine ein anderes Gesicht.

Dort ist Gonther als Führungsspieler gefragt. In seiner Karriere hat der Innenverteidiger schon einige Abstiegskämpfe erlebt - positiv und negativ.

Mit Paderborn stieg er einmal ab, mit St. Pauli zog er zweimal knapp den Kopf aus der Schlinge. Und auch mit Dynamo wäre Gonther es im Vorjahr fast abgestiegen.

Im Gedächtnis geblieben ist ihm vor allem das Szenario in der Saison 2016/17: Nach 29 Spieltagen stand St. Pauli mit Kapitän Gonther noch auf dem 17. Tabellenplatz, fünf Wochen später beendeten die Kiez-Kicker die Serie als sensationeller Siebter.

2019 soll nicht so aufregend werden wie die Jahre zuvor. "Nur wenn wir Tore schießen, können wir auch wieder gewinnen", weiß Gonther aber und hofft, dass dann der Funke in der Mannschaft überspringt. "Erfolgserlebnisse können enorm viel bewirken."

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