Auswärtssieg! Dynamo gelingt endlich der erste Dreier in der Fremde

Regensburg - Wahnsinn! Regensburg bleibt ein gutes Dynamo-Pflaster. An der schönen blauen Donau gab es ein Wunder. Dresden gewann nach einer gewaltigen Leistungsexplosion in der zweiten Hälfte und Rückstand mit 2:1 (0:0) durch Tore von Patrick Schmidt (70.) und Simon Makienok (77.).

Jannis Nikolaou ist mit dem langen Bein vor dem Regensburger Aaron Seydel am Ball.
Jannis Nikolaou ist mit dem langen Bein vor dem Regensburger Aaron Seydel am Ball.  © Matthias Balk/dpa

Keiner der 11.309 Zuschauer hätte zur Pause auf Dresden gesetzt, so schwach war der Auftritt. Und dann noch das 0:1 (62.). Aber die Schwarz-Gelben zeigten Moral.

Als das Kind schon im Brunnen lag, schlugen sie zu und schöpfen nun neuen Mut im Abstiegskampf.

Gleich fünfmal tauschte Trainer Markus Kauczinski gegenüber dem 1:2 gegen Bochum - auch verletzungsbedingt. Patrick Ebert (angeschlagen) und Marco Terrazzino (Muskelfaserriss) mussten passen, Ondrej Petrak, Alexander Jeremejeff sowie Sascha Horvath wanderten auf die Bank.

Dafür spielten Patrick Schmidt, Dzenis Burnic, Josef Husbauer, Simon Makienok und Godsway Donyoh, die letzten beiden gaben ihr Startelfdebüt.

Die erste Hälfte hatte was von Agieren und Reagieren. Regensburg spielte, Dresden wartete. Die Dynamos kamen über zwei, drei gute Ansätze in Umschaltmomenten nicht hinaus.

Andere verbauten sie sich durch teils haarsträubende Abspielfehler selbst oder sie brachen die Angriffe einfach ab und spielten hintenrum. Die Struktur fehlte völlig.

Patrick Schmidt und Simon Makienok schießen Dynamo nach Rückstand zum Sieg in Regensburg

Patrick Schmidt hebt den Zeigefinger. Mit seinem Ausgleichstreffer legte er den Grundstein für den ersten Dresdner Auswärtserfolg seit gut einem Jahr.
Patrick Schmidt hebt den Zeigefinger. Mit seinem Ausgleichstreffer legte er den Grundstein für den ersten Dresdner Auswärtserfolg seit gut einem Jahr.  © Matthias Balk / dpa

Der Jahn zeigte sich sichtlich überrascht, wieviel Platz er manchmal hatte. Wäre das Heimteam nicht so leichtsinnig mit seinen zahlreichen Möglichkeiten umgegangen, wäre es früh um die SGD geschehen gewesen. Kevin Broll (10./14./25./31.) war es, der mit einer starken Leistung seine Farben rettete. Sein Gegenüber Alexander Meyer lief Gefahr, am Boden festzufrieren.

Broll war warmgeschossen und das blieb auch so. Kurz nach dem Pausentee entschärfte er einen Schuss von Benedikt Saller (47.) aus spitzem Winkel mit dem Fuß.

Doch dann kam Dynamo, fing einen Jahn-Einwurf ab, kombinierte sich durch, Schmidt schickte Burnic (54.), der stand frei vor Meyer, scheiterte aber SSV-Keeper.

Dresden hatte jetzt seine beste Phase. In die hinein traf Regensburg: Eine abgefälschte Flanke prallte Florian Ballas ans Bein. Den abspringenden Ball donnerte Erik Wekesser (62.) humorlos in die Maschen - 1:0 Jahn!

Doch die SGD fiel jetzt nicht auseinander. Sie rannte an, versuchte, machte, kämpfte, spielte urplötzlich erfrischend und belohnte sich mit einem mal von vorn bis hinten durchdachten Angriff. Donyoh schickte Brian Hamalainen. Er setzte sich auf der linken Seite durch, passte scharf nach innen, wo Schmidt (70.) einschoss. Es war das erste Auswärtstor seit dem 23. November! Und Makienok legte mit seinem Premierentor für Dresden nach. Donyoh brachte den Ball in die Mitte.

Schmidt blieb gegen zögernde Regensburger noch hängen, doch Makienok jagte die Kugel aus acht Metern ins Glück. Sieg! Hoffnung!

Godsway Donyoh (Mitte) drufte erstmals für Dynamo ran. Hier führt er den Zweikampf gegen Benedikt Saller. Der Torschütze des Führungstreffers, Erik Wekesser im HIntergrund.
Godsway Donyoh (Mitte) drufte erstmals für Dynamo ran. Hier führt er den Zweikampf gegen Benedikt Saller. Der Torschütze des Führungstreffers, Erik Wekesser im HIntergrund.  © Matthias Balk / dpa

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