Klingenburg brennt mit Dynamo auf Wiedergutmachung

Dresden - Hätte Trainer Cristian Fiel seinem Spieler René Klingenburg schon am Freitag ein Trikot in die Hand gedrückt, der Junge hätte es sich übergesteift, wäre ins Stadion gesprintet und hätte angefangen, jeden Grashalm wegzutacklen. "Klinge" ist vor der Partie am heutigen Sonntag gegen Regensburg extrem heiß, will die Fehler aus dem Bochum-Spiel wiedergutmachen.

René Klingenburg (r.) im Training gegen Sascha Horvath.
René Klingenburg (r.) im Training gegen Sascha Horvath.  © Lutz Hentschel

Klingenburg sitzt zur Pressekonferenz auf dem Podium und macht den Eindruck einer geschüttelten, aber geschlossenen Flasche Cola. Es brodelt extrem innen drin, es zischt.

Er will den Deckel endlich aufdrehen und den Druck mit Getöse entweichen lassen. Er will raus, will spielen, es allen zeigen - und das mit Schmackes!

Selten hat ein Spieler so klar gesprochen, so reflektiert gewirkt, aber auch ein derartiges Feuer in den Augen gehabt. Der Junge will, er will unbedingt gewinnen. Davon zeugte jede Sekunde auf dem Podium.

"Bochum war nicht unsere beste Leistung. Gerade meine persönlich war nicht da, wo sie sein sollte. Darum muss eine Reaktion folgen, was wir vor heimische Kulisse machen werden", powerte Klingenburg.

Rene Klingenburg will es gegen Regensburg besser als gegen Bochum machen

René Klingenburg (r.) im Kampf um den Ball mit den Bochumern Saulo Decarli (l.) und Vitaly Janelt. Der Dresdner ist heiß auf die heutige Partie gegen Jahn Regensburg.
René Klingenburg (r.) im Kampf um den Ball mit den Bochumern Saulo Decarli (l.) und Vitaly Janelt. Der Dresdner ist heiß auf die heutige Partie gegen Jahn Regensburg.  © Imago Images / Team2

"Wir haben nicht gut gespielt, auch gegen den Ball war es sehr ausbaufähig. Darüber haben wir gesprochen, sind hart mit uns ins Gericht gegangen. Da haben verschiedene Abläufe nicht gepasst", spricht er das 2:2 in Bochum noch mal an.

"Die Tugenden haben bei mir nicht gegriffen, darüber ärgere ich mich am meisten. Da schaue ich auch erst auf mich selbst. Damit war ich nicht zufrieden."

Jetzt ist ein Haken dran, heute soll's besser laufen. Klingenburg will mit seinen Mannen zum Ballbesitzfußball zurückkehren und dabei zielstrebig Richtung gegnerisches Tor laufen - so wie beim 1:0 in Bochum, das er mit einem Pass auf Chris Löwe eingeleitet hatte. "Hinterherlaufen macht keinen Spaß, so wollen wir spielen."

Auch wenn Klingenburg sich in Bochum nicht gut gesehen hat, hofft er, gegen Regensburg wieder in der Startelf zu stehen. "Hier vor der Kulisse zu beginnen, darauf brennt jeder. Wenn es klappt, werden die Fans den 100prozentigen 'Klinge' sehen", gab er verbal Vollgas.

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