Kostete dieser Wechsel Dynamo beim HSV die Punkte?

Dresden - Bei Max Kulke überraschte Dynamo-Trainer Cristian Fiel zweimal beim 1:2 in Hamburg. Erstens: Er stellte den vor wenigen Tagen erst 19 Jahre alt gewordenen Jungen ausgerechnet beim HSV erstmals in dieser Saison in die Startelf, er durfte im rechten Mittelfeld ran. Zweitens: Er nahm ihn nach 66 Minuten für Linus Wahlqvist runter. Danach begannen die SGD-Probleme erst richtig, die im Last-Minute-Tor für die Hanseaten gipfelten.

Max Kulke (l.) hatte Hamburgs Top-Torschützen Sonny Kittel über weiter Strecken im Griff. Er hatte keine nennenswerte Szene.
Max Kulke (l.) hatte Hamburgs Top-Torschützen Sonny Kittel über weiter Strecken im Griff. Er hatte keine nennenswerte Szene.  © imago images/Michael Schwarz

Hamburg kam über die rechte Dresdner Abwehrseite mit den Besten: Tim Leibold und Sonny Kittel. Zwar hatte Kulke anfangs Probleme, vor so einer Kulisse durchaus verständlich.

Da wird ihm das Herz mal kurz Richtung Hosennaht gerutscht sein. "Das hat man ihm anfangs schon kurz angemerkt, dass das was anderes ist, dass da 50.000 sind, dass das gegen eine gute Mannschaft ist.

Aber er hat sich reingefightet. Ich bin absolut zufrieden mit dem Jungen", so Fiel nach der Partie. Teenie Kulke fing sich in der Defensive derart, dass zumindest Kittel fast nur statistischen Wert für seine Mannschaft besaß. Aber dann kam die 66. Minute und der Tausch Wahlqvist für Kulke.

"Ich hatte das Gefühl, dass sie über unsere rechte Seite schon druckvoll waren. Deshalb wollte ich Linus bringen, wo ich mir sicher war, dass er mir 30 Minuten lang hilft, dass zuzumachen", begründete Fiel seinen Wechsel.

Mit der Einwechslung von Wahlqvist für Kulke fielen die Gegentore

Bei Linus Wahlqvist (l.) sah es dann anders aus. Hier trifft Sonny Kittel zum 1:1, später bereitete er den HSV-Siegtreffer mit vor.
Bei Linus Wahlqvist (l.) sah es dann anders aus. Hier trifft Sonny Kittel zum 1:1, später bereitete er den HSV-Siegtreffer mit vor.  © imago images/Michael Schwarz

Doch der fruchtete nicht, im Gegenteil. Der HSV machte danach über die Seite, was es wollte, und Wahlqvist hing in allen Entscheidungen mit drin. Beim 1:1 flankte Leibold, der Schwede verschätzte sich gegen Kittel, der aus der Luft zum 1:1 traf.

Beide Hamburger Abseitstore wurden über die rechte Dresdner Abwehrseite vorbereitet und - natürlich - auch der Siegtreffer.

Erst konnte Wahlqvist den Doppelpass zwischen Leibold und Kittel nicht verhindern, dann kam er beim Schuss von Leibold zu spät.

Diesen kratzte Kevin Broll zwar noch von der Linie, aber beförderte die Kugel genau auf den Kopf von David Kinsombi - 1:2!

Fazit: Kulke hatte bis zu seiner Auswechslung vieles im Griff. Mit ihm wäre es vielleicht anders ausgegangen. Da lag Fiel daneben. Aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer...

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