Dynamo Dresden: Dribbeln, wirbeln, jammern! Atik lebt seine Emotionen

Dresden - Er dribbelt, er wirbelt, er ist mit Leib und Seele dabei - Baris Atik ist aber auch der, der nach einem Körperkontakt mit seinen Gegenspielern sofort am Boden liegt und anschließend bei den Schiedsrichtern jammert. Er ist eben "emotional".

Wenn Baris Atik (M.) bei den Schwarz-Gelben einmal Tempo aufnimmt, ist er kaum zu halten. Die beiden Berliner hatten in dieser Szene nur das Nachsehen.
Wenn Baris Atik (M.) bei den Schwarz-Gelben einmal Tempo aufnimmt, ist er kaum zu halten. Die beiden Berliner hatten in dieser Szene nur das Nachsehen.  © Imago

Es benötigt schon ein taktisches Foul oder eine gut getimte Grätsche, um den flinken und dribbelstarken Atik zu stoppen.

Wenn der 24-Jährige beim Tackling aber getroffen wird, dann ist das Geschrei groß.

Wer sich nach einem Foulspiel anfangs noch ernsthafte Sorgen um ihn machte, weiß mittlerweile: Atik neigt zur Theatralik.

"Ich brauche meine Emotionen auf dem Feld, außerdem spiele ich bei einem emotionalen Verein", lässt sich der Deutsch-Türke nicht unterkriegen, hält an seiner Spielweise fest. "Ich mach genau so weiter, ohne meine Emotionen spiele ich vielleicht sogar etwas schlechter, wer weiß."

Was die Diskussionen mit den Schiedsrichtern angeht, findet sich Dynamo-Coach Cristian Fiel in seinem offensiven Mittelfeldspieler wieder.

Auch von "Fielo" wünschten sich früher seine Trainer, dass er mit dem Lamentieren aufhört. "Das hat seine Zeit gebraucht, bis ich das verstanden habe", erinnert sich der 39-Jährige. "Egal wie viel man mit dem Schiri diskutiert, es bringt sowieso nichts."

In Darmstadt ärgerte sich Baris Atik so sehr über eine Schiedsrichterentscheidung, dass er anschließend wegen Meckerns die Gelbe Karte sah.
In Darmstadt ärgerte sich Baris Atik so sehr über eine Schiedsrichterentscheidung, dass er anschließend wegen Meckerns die Gelbe Karte sah.  © Imago

In Darmstadt kostete Atik das Meckern sogar eine Gelbe Karte. Fiel ist sich sicher: "Das wird der Junge auch noch lernen."

Zuletzt wurde Atik etwas zentraler als auf den Flügeln zuvor eingesetzt. Die neue Position macht ihm besonders Spaß, weil er dort nämlich öfter in Ballbesitz kommt.

"Ich brauche den Ball, ich bin ballverliebt", gibt Atik zu, ist sich aber auch über die Defensivarbeit im Klaren: "Ich nehme gern jeden Zweikampf an, damit habe ich kein Problem. Wenn ich die Drecksarbeit machen muss, dann mach ich die auch. Dafür bin ich mir nicht zu schade."

Der sterbende Schwan: Dynamos Baris Atik (l.) wird von FCU- Verteidiger Christopher Trimmel attackiert und hebt theatralisch ab.Fot
Der sterbende Schwan: Dynamos Baris Atik (l.) wird von FCU- Verteidiger Christopher Trimmel attackiert und hebt theatralisch ab.Fot  © DPA / Robert Michael

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