Dynamos Linksfuß Löwe spricht über "schlimmste Zeit meiner Laufbahn"

Dresden - Wie ein Fünftligist doch für eine Befreiung sorgen kann! Dynamo hatte endlich sein erstes Pflichtspiel der Saison gewonnen. Das 3:0 in Zwickau gegen Dassendorf war vor allem wichtig für den Kopf, ganz nach dem Motto: "Wir können es noch." Noch wichtiger war es für Chris Löwe.

Seinen letzter Pflichtspielsieg vor Dassendorf feierte Chris Löwe (v.) mit Huddersfield am 5. November 2018 mit 1:0 gegen den FC Fulham - hier ist er im Kopfballduell mit Cyrus Christie.
Seinen letzter Pflichtspielsieg vor Dassendorf feierte Chris Löwe (v.) mit Huddersfield am 5. November 2018 mit 1:0 gegen den FC Fulham - hier ist er im Kopfballduell mit Cyrus Christie.  © Imago Images / Sebastian Frej

Die Serie der Dynamos betrug ja "nur" zwei Niederlagen.

Bei Löwe waren es paar Spiele mehr. Das 1:0 am 5. November 2018 mit Huddersfield gegen den FC Fulham war sein letzter Sieg, bei dem er aktiv auf dem Feld stand.

"Das kann ein Außenstehender vielleicht nicht verstehen, aber das hat mich regelrecht krank gemacht. Das war die schlimmste Zeit meiner Laufbahn", sagte Löwe ehrlich in dem Moment, als er im Juni nach Dresden wechselte.

"Wir sind nicht nur abgestiegen. Es war ja das Wie, was mich total beschäftigt hat. Am Ende hatten wir als Letzter 20 Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Es war relativ früh klar, dass wir es nicht schaffen. Spielen musstest du trotzdem und hast immer wieder vorn Latz bekommen. Das war nicht einfach", so der 30-Jährige.

Und dann geht er zu Dynamo und das Ganze setzt sich fort. Eine Vorbereitung ohne große ergebnistechnische Erfolgserlebnisse, 0:1 gegen Nürnberg, das 2:4 in Karlsruhe erlebte er überraschend nur von der Bank.

Löwes Führungstor gegen Oberligist im Pokal bricht den Bann

"Seid leise, ich kann es", will Chris Löwe hier wohl sagen. Der Schnappschuss entstand wenigen Sekunden nach seinem Führungstor im DFB-Pokal gegen Dassendorf.
"Seid leise, ich kann es", will Chris Löwe hier wohl sagen. Der Schnappschuss entstand wenigen Sekunden nach seinem Führungstor im DFB-Pokal gegen Dassendorf.  © imago images/Steffen Kuttner

Wieder verloren! "Da zweifelst du schon", erklärte er stirnrunzelnd nach der Partie gegen Dassendorf.

Da ist dieser Urknall nach seinem Führungstor gegen den Oberligisten aus Hamburg absolut nachvollziehbar.

Da brach binnen Sekunden alles aus ihm heraus. "Das war eine unglaubliche Erlösung, ein völlig neues Gefühl", gab er zu.

Diese Erlösung muss Löwe mit seinen Kollegen jetzt ins Spiel am Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim nehmen.

Der nunmehr freie Kopf muss die Füße steuern: "Heidenheim ist wieder etwas ganz anderes. Das ist mit dem Pokal nicht zu vergleichen. Da ging es nur darum, nicht auszuscheiden und Selbstvertrauen zu tanken. Wir werden am Sonntag mehr gefordert werden als im Pokal. Das wissen wir. Es gibt nur Vollgas", sagte er gleich nach der Dassendorf-Partie. Mit dem neuen Gefühl im Kopf kann es nur gut werden.

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