"Natürlich kein normales Spiel": Ex-Trainer Neuhaus kehrt heute zu Dynamo zurück

Dresden - Das knistert! Als wäre der Punktspielauftakt ins Jahr 2019 nicht allein schon aufregend genug, kommt jetzt auch gleich Uwe Neuhaus zurück. Am 22. August 2018 verließ er das Stadion letztmals bzw. musste es verlassen. Am 30. Januar 2019 kommt der 59-Jährige wieder zur Tür herein - als Trainer von Arminia Bielefeld.

Im Wintercamp 2017 in Marbella schauten Uwe Neuhaus und Ralf Minge noch in eine gemeinsame Dynamo-Zukunft.
Im Wintercamp 2017 in Marbella schauten Uwe Neuhaus und Ralf Minge noch in eine gemeinsame Dynamo-Zukunft.  © Lutz Hentschel

Er will es nicht, aber natürlich ist es so: Uwe Neuhaus steht heute Abend im Mittelpunkt. Jeder will sehen, wie er sich gibt. Er, der drei Jahre die Geschicke der Dynamos leitete.

Sportlich zwei Jahre überaus glorreich, das dritte Jahr mit großem Anstand. Das vierte hatte er begonnen und dauerte keine zwei Monate. Was sagt er jetzt zu Dynamo? Offiziell nichts.

Eine Anfrage mit einer Interview-Bitte an Arminia kam mit der Antwort zurück, Neuhaus wolle nicht mehr mit Dresdner Medien reden.

Quatsch eigentlich. In Zeiten von sozialen Medien, Podcasts und anderen Internetseiten ist es nicht schwer, zu Aussagen zu kommen, wie er denn über Dynamo denkt.

Seine einheimischen Medien wollen das doch schließlich auch wissen.

"Natürlich ist es kein normales Spiel wie zum Beispiel mein erstes in Kiel", sagte er zum Beispiel Radio Bielefeld. Geht doch!

Uwe Neuhaus (r.) und Peter Németh sind jetzt für die sportlichen Geschicke der Arminia verantwortlich.
Uwe Neuhaus (r.) und Peter Németh sind jetzt für die sportlichen Geschicke der Arminia verantwortlich.  © Imago

"Wenn man drei Jahre dort gearbeitet hat und dann auch der Abschied nicht geplant war, dann ist das schon was anderes", ließ er tief blicken.

Neuhaus kennt das Dresdner Team mindestens genauso gut wie sein Gegenüber Maik Walpurgis.

Einen Vorteil für seine Mannschaft bedeute dies aber nicht: "Meine Trainervergangenheit spielt keine Rolle. Natürlich kann ich meinen Spielern von allen Dresdner Akteuren Infos geben und die individuellen Stärken und Schwächen aufzeigen. Alles andere ist sowieso schon gläsern. Die Rollen sind in beiden System festgelegt und von daher gehe ich davon aus, dass keiner den anderen am Mittwoch überraschen wird”, so Neuhaus zur Spieltags-Pressekonferenz.

Dynamos Sportdirektor Ralf Minge freut sich jedenfalls auf das Wiedersehen: "Wenn man - für den Fußball - so eine relativ lange Zeit so vertrauens- und respektvoll miteinander zusammengearbeitet hat, dann bleibt schon eine Menge hängen. Natürlich sind da gemischte Gefühle. Aber wenn der erste lange Pfiff kommt, muss jeder seinen Job erledigen. Uwe ist da Profi genug. Ich bin sicher, dass er von allen herzlich empfangen wird. Das hat er sich verdient", sagte Minge im Dynamo-TV.

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