Fabian Müller und Dynamo: Die Zeichen stehen auf Trennung!

Dresden - Ein großer Prophet muss man nicht sein: Die Wege von Fabian Müller und Dynamo Dresden werden sich wohl im Sommer trennen. Der 31-Jährige ist bei Uwe Neuhaus nur noch Bankdrücker - wenn überhaupt. Im Kalenderjahr 2018 kann "Fabi" auf keine einzige Minute auf dem Feld verweisen.

Zumindest in Testspielen darf Fabian Müller (r.) ran.
Zumindest in Testspielen darf Fabian Müller (r.) ran.  © Lutz Hentschel

Müller kam im Sommer 2015 nach dem Abstieg des FC Erzgebirge nach Dresden zum Lokalrivalen, unterschrieb für drei Jahre. Im Aufstiegsjahr war der gebürtige Bayer absolute Stammkraft, absolvierte 33 Spiele, immer über die volle Distanz.

Auch in der Hinrunde der Saison 2016/17 in der 2. Liga gehörte er noch zur ersten Elf, war 16 Mal von Beginn an dabei. Aber mit der Rückrunde, und der Verpflichtung von Philip Heise auf seiner Position, begann Müllers schleichender Abstieg bei Dynamo. Er spielte nur noch achtmal. In dieser Saison kam der Außenverteidiger auf zehn Einsätze, spielte achtmal von Beginn an. Sein letztes Spiel bestritt er am 17. Dezember zum Rückrundenstart beim 0:2 in Duisburg. Seither fehlt er, war die letzten sechs Partien nicht mal mehr im Kader.

Am 30. Juni sind Müllers drei Jahre in Dresden vorbei. Derzeit sieht es nicht danach aus, als würde es eine Verlängerung geben. Das weiß er auch selbst: "Die aktuelle Situation ist nicht einfach für mich. Ich bringe im Training meine Leistung, bin fit, aber gefühlt ziemlich weit hinten dran", berichtete Müller dem Kicker-Sportmagazin.

Müller würde sich aber eine klarere Kommunikation von Vereinsseite her wünschen: "Leider weiß ich nicht, woran ich bin. Es gab keine Gespräche. Mein Berater hat seine Arbeit aufgenommen und prüft Alternativen. So ist das Geschäft. Es ist völlig legitim, wenn der Verein eine Kursänderung vornehmen möchte. Dennoch würde ich mir eine klare Ansage wünschen."

Die sportliche Ansage gibt ihm Trainer Neuhaus indem er ihn nicht berücksichtigt. Mit 31 will Müller aber seine Schuhe noch nicht an den berühmten Nagel hängen. Daher wird es für ihn wohl heißen: Koffer packen, Dresden verlassen und eine neue Herausforderung suchen.

Das war einer seiner letzten Auftritte im DDV-Stadion: Fabian Müller (M.) im Zweikampf mit Braunschweigs Onel Hernandez.
Das war einer seiner letzten Auftritte im DDV-Stadion: Fabian Müller (M.) im Zweikampf mit Braunschweigs Onel Hernandez.  © Lutz Hentschel
Im Spaniencamp hatte Fabian Müller noch Spaß.
Im Spaniencamp hatte Fabian Müller noch Spaß.  © Lutz Hentschel

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