Deshalb spielte Godsway Donyoh für Dynamo noch keine Sekunde

Dresden - Seinen Traum konnte sich Godsway Donyoh bisher noch nicht erfüllen. Der 25 Jahre alte Winterneuzugang wollte immer in Deutschland Fußball spielen. Bei den abstiegsbedrohten Dynamos stand er bisher aber noch nicht auf dem Platz. "Das Leben verläuft nicht glatt, es geht die ganze Zeit auf und ab", erklärte im Spanien-Camp.

Kamen bisher noch nicht zusammen: Winter-Neuzugang Godsway Donyoh und Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (h.). Vielleicht schlägt am Freitag in Regensburg die Stunde des Senegalesen.
Kamen bisher noch nicht zusammen: Winter-Neuzugang Godsway Donyoh und Dynamo-Trainer Markus Kauczinski (h.). Vielleicht schlägt am Freitag in Regensburg die Stunde des Senegalesen.  © Lutz Hentschel

Der Satz ließ nach dem 1:2 gegen Bochum aufhorchen: Trainer Markus Kauczinski wurde gefragt, warum er in der Schlussphase nicht noch einmal einen frischen Offensiven gebracht hat. Er habe keinen mehr auf der Bank gehabt, antworte er. Dabei saß Donyoh noch draußen.

Als Einziger der sechs Neuzugänge blieb ihm ein Pflichtspiel-Einsatz bisher verwehrt. "Es ist ein enger Kampf. Bisher waren es immer knappe Entscheidungen, weil alle Spieler in ihren Kurzeinsätzen präsent waren und auch nach Einwechslungen gute Leistungen gezeigt haben", erklärte Kauczinski.

Donyoh wurde zunächst für ein halbes Jahr vom dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland ausgeliehen. Dynamo besitzt eine Kaufoption und hatte bereits im Sommer großes Interesse an einer Verpflichtung des Ghanaers. "Godsway ist ein Spieler, der richtig Tempo, ein gutes offensives Positionsspiel und eine ausgezeichnete Ballverarbeitung mitbringt", beschrieb Dynamos Sportgeschäftsführer den 1,79 Meter großen Linksfuß.

"Er ist im Angriff variabel einsetzbar, kann sowohl auf dem linken sowie auf dem rechten Flügel als auch ganz vorne in der Spitze zum Einsatz kommen und soll unsere Offensive mit seinen Qualitäten weiter verstärken."

Godsway Donyoh muss defensiv zulegen

Marco Terrazzino schoss gegen den Karlsruher SC das goldene Tor. Als er gegen Bochum verletzt rausmusste, kam nicht etwa Godsway Donyoh für ihn.
Marco Terrazzino schoss gegen den Karlsruher SC das goldene Tor. Als er gegen Bochum verletzt rausmusste, kam nicht etwa Godsway Donyoh für ihn.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dennoch setzte Kauczinski gegen den VfL Bochum auch dann nicht auf den Neuzugang, als Außenbahnspieler Marco Terrazzino in der 32. Minute verletzt vom Feld musste.

Etwas überraschend kam Mittelstürmer Patrick Schmidt ihn auf der rechten Außenbahn. "Weil er einfach ein torgefährlicher Spieler ist", so der Coach. "Bochum war körperlich robust und Patrick hat das gegen Darmstadt schon sehr gut gemacht. Auch da kam er von der rechten Seite und als Trainer erinnert man sich an sowas."

Terrazzino fällt bis auf Weiteres aufgrund eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel aus, Donyoh könnte davon profitieren. Im Training hinterlasse er "sehr gute" Eindrücke, bescheinigt ihm Kauczinski.

Deswegen sei er auch in seinen Überlegungen "immer eine Option. Er muss sich aber auch mit den anderen auseinandersetzen. Es ist immer ein Abwiegen, bei dem man auch verschiedene Überlegungen anstellen muss. Godsway hat offensiv starke Aktionen. Ich habe aber immer gesagt, dass er defensiv zulegen muss. Das weiß er auch selbst."

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