Neuzugänge für Dynamo? Walpurgis und Minge sind sich uneins

Dresden - Seit Dienstag ist das Transferfenster wieder geöffnet. Während Sportdirektor Ralf Minge eher Spieler abgeben möchte, strebt Trainer Maik Walpurgis dagegen "frisches Blut" an.

Im vergangenen Winter verpflichtete Dynamo den Senegalesen Moussa Koné, der sich als ein echter Glücksgriff entpuppte.
Im vergangenen Winter verpflichtete Dynamo den Senegalesen Moussa Koné, der sich als ein echter Glücksgriff entpuppte.  © Lutz Hentschel

Das Transferfenster im Januar ist bei den Managern eher unbeliebt.

Zu holen sind meist nur Kicker, die woanders nicht zum Zuge kommen. Vor einem Jahr gelang den Dynamo-Bossen allerdings mit Moussa Koné ein großer Coup.

Der Senegalese traf seitdem in 33 Pflichtspielen für die Schwarz-Gelben 15 Mal ins gegnerische Tor. Die Ablösesumme von rund 2,16 Millionen Euro hat der Mittelstürmer längst eingespielt, seinen Marktwert seitdem verdoppelt.

"So eine Nummer wie Koné zauberst du kein zweites Mal in Folge herbei", geht Minge nicht von so einem erneuten Glücksgriff aus. Zwar betont er, dass seine Scouts weiterhin "permanent den Markt beobachten", doch scheint der 58-Jährige lieber erst einmal den Kader verkleinern zu wollen.

Bestes Beispiel ist Sascha Horvath. Der Österreicher kam unter Walpurgis noch gar nicht zum Einsatz, schmorte entweder auf der Bank oder der Tribüne.

"Wir wollen ihm nicht die 'U21-EM' versauen", denkt Minge laut über eine Ausleihe des 22-Jährigen, der noch für die Endrunde in Italien spielberechtigt ist, nach.

In Testspielen, wie hier gegen Usti nad Labem, durfte Sacha Horvath (M.) ran, ansonsten kam er unter Trainer Maik Walpurguis aber überhaupt noch nicht zum Zug.
In Testspielen, wie hier gegen Usti nad Labem, durfte Sacha Horvath (M.) ran, ansonsten kam er unter Trainer Maik Walpurguis aber überhaupt noch nicht zum Zug.  © Lutz Hentschel

Außerdem missfällt Minge, dass die Talente aus dem eigenen Nachwuchs - wie Osman Atilgan, Marius Hauptmann, Justin Löwe und Vasil Kusej - zu wenig einbezogen werden.

Bei einem kleineren Kader würden sich die Einsatzchancen der Dynamo-Bubis erhöhen.

Zum Teil kann Walpurgis die Sicht seines Sportchefs verstehen: "Es gibt durchaus Argumente dafür, den Kader zu verkleinern. Aber auch Argumente, frisches Blut in die Mannschaft einzubringen, denn die spielt jetzt schon seit einiger Zeit so zusammen."

Gemeinsam werden sich die Verantwortlichen mit dem Trainerteam in den nächsten Tagen beraten, ob anhand der möglichen Kandidaten eine Verbesserung auf einzelnen Positionen überhaupt denkbar ist.

Sportchef Ralf Minge würde den Dynamo-Kader gern verkleinern.
Sportchef Ralf Minge würde den Dynamo-Kader gern verkleinern.  © Lutz Hentschel
Coach Maik Walpurgis hofft auf neue Jungs für seinen Kader.
Coach Maik Walpurgis hofft auf neue Jungs für seinen Kader.  © Lutz Hentschel

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