Mit dieser Taktik zog Dynamo Spitzenreiter Köln den Zahn

Dresden - "Man hat von der ersten Sekunde an gesehen, dass wir bereit für dieses Spiel waren", zeigte sich Dynamo-Coach Cristian Fiel nach dem 3:0-Erfolg über den 1. FC Köln und einer eigenen überdurchschnittlichen Teamleistung höchst zufrieden.

Das 1:0 für die SGD! Erich Berko lupft den Ball abgezockt über Köln-Keeper Timo Horn.
Das 1:0 für die SGD! Erich Berko lupft den Ball abgezockt über Köln-Keeper Timo Horn.  © Lutz Hentschel

Noch mehr heraus stachen die beiden Angreifer Erich Berko und Haris Duljevic.

Mit jeweils einem Tor und einer Vorlage spielten sie die Kölner Abwehr im ersten Durchgang schwindelig. Dabei fielen die ersten beiden Treffer nach demselben Muster.

Die Gäste zeigten ein sehr hohes Pressing, stellten den Gegner schon früh am eigenen Sechzehner zu.

Sobald Keeper Markus Schubert - der Dynamo mit den meisten Ballkontakten im Spiel - den Abstoß kurz auf einen seiner Innenverteidiger spielte, rückten die Kölner Angreifer sofort drauf.

Die SGD konnte sich so oft nur mit Rückpässen oder langen Bällen befreien. Dadurch ergaben sich aber Räume im Mittelfeld, die Berko und Duljevic bestens ausnutzten.

Und so entstand auch das 1:0! Ein weiter Abschlag von Schubert auf Duljevic, der zu Berko prallen ließ. Der 24-Jährige drehte sich um seinen Gegenspieler, lief allein auf Schlussmann Timo Horn zu und lupfte den Ball hinter die Linie. "Wir haben von Beginn an eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt", sagte der spätere Mann des Spiels.

Haris Duljevic umkurvte erst Timo Horn und schoss dann hoch zum 2:0 ein.
Haris Duljevic umkurvte erst Timo Horn und schoss dann hoch zum 2:0 ein.  © Lutz Hentschel

Duljevic fehlte dreimal das Abschlussglück, bis zur Kopie des ersten Treffers: Ein langer Schlag von Linus Wahlqvist, Duljevic verlängerte, nur diesmal passte Berko zu seinem Stürmerkollegen zurück. Der umkurvte Horn und versenkte das Leder zum 2:0 in die Maschen.

Damit hatte wohl keiner gerechnet. Kein Wunder, dass das Stadion kopf stand.

"Die Leute wollen sehen, dass du dich zerreißt, sie wollen Leidenschaft und Mentalität sehen", hatte Cristian Fiel seinen Jungs das Sieger-Gen am Ostersonntag eingeimpft.

Weil Dynamo in den vergangenen Wochen immer zwei Gesichter vor und nach dem Seitenwechsel zeigte, fand "Fielo" auch in der Halbzeitpause die richtigen Worte. "Er hat zu uns gesagt: Nicht nachlassen und ja kein schnelles Gegentor bekommen, denn dann wird es schwer", verriet Baris Atik nach der Partie.

Trotz insgesamt nur 37 Prozent Ballbesitz hielten die Dynamos ihre Gegner erfolgreich vom Tor fern. Der Kopfballtreffer von Berko zum 3:0, nach einer Freistoß-Flanke von Niklas Kreuzer, sorgte für die Vorentscheidung und ein gelungenes Osterfest aller Dynamos.

Karneval in Dresden! Die Dynamo-Mannschaft feierte den überraschenden Triumph ausgelassen mit den Fans
Karneval in Dresden! Die Dynamo-Mannschaft feierte den überraschenden Triumph ausgelassen mit den Fans  © Lutz Hentschel

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