Kein Ultimatum für Dynamo-Trainer Maik Walpurgis

Dresden - Am Montag musste Dynamos Cheftrainer Maik Walpurgis vorm Aufsichtsrat antanzen (TAG24 berichtete), am Donnerstag erklärte er sich auf der Pressekonferenz. Der 45-Jährige kennt das Business und weiß: Jetzt zählen nur noch Ergebnisse.

Chefcoach Maik Walpurgis steht bei Dynamo in der Kritik.
Chefcoach Maik Walpurgis steht bei Dynamo in der Kritik.  © DPA

"Von Spiel zu Spiel schauen" ist eine beliebte Floskel im Profigeschäft. In der aktuell angespannten Situation hat sie eine besondere Bedeutung:

"Es gibt kein Ultimatum im klassischen Sinne", stellte sich Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge am Donnerstag zur Jobaussicht von Walpurgis. Das heißt aber auch, dass von nun an nach jedem Spiel neu bewertet wird.

"Der Fokus liegt auf der Partie in Darmstadt. Wir werden danach nicht nur das Ergebnis, sondern auch die mannschaftliche Leistung in Betracht ziehen."

Walpurgis nutzte das Vorsprechen am Montag, um dem Aufsichtsrat zu erklären, wo es aus seiner Sicht derzeit hakt.

"Da war ich total klar in meiner Analyse, auch vor dem höchsten Gremium habe ich mich da nicht verstellt", ist der Coach ein Freund der klaren Worte.

Sportchef Ralf Minge will den vollen Fokus auf Darmstadt.
Sportchef Ralf Minge will den vollen Fokus auf Darmstadt.  © DPA

Er machte den Vereinsbossen klar, dass zum Gesamterfolg ein stimmiges Gesamtgerüst gehört. Mannschaftsleistung, Kader-Management und die medizinische Abteilung seien nur ein Teil davon.

"Dass wir an der einen oder anderen Stelle Nachholbedarf haben, das liegt auf der Hand", ist sich Walpurgis aber auch selbst der Verantwortung bewusst.

Dass es überhaupt zu dieser Sitzung kam, sieht Minge in dieser prekären Lage als selbstverständlich an: "Wir haben richtig Druck auf dem Kessel, da braucht man anhand der Ergebnisse in den vergangenen Wochen keine hellseherischen Fähigkeiten."

Es sei "grundsätzlich das Recht und die Plicht des Aufsichtsrates", erklärt der 58-Jährige weiter, sich die Situation von den handelnden, verantwortlichen Personen - in diesem Fall der Cheftrainer - schildern zu lassen.

Dicke Luft soll allerdings nicht geherrscht haben. "Es wurde sehr kritisch damit umgegangen, aber da habe ich atmosphärisch auch schon ganz andere Veranstaltungen bei Dynamo erlebt", so Minge.

SGD-Chefcoach Maik Walpurgis (rechts) spricht auf der PK zu den Journalisten. Links Pressesprecher Henry Buschmann.
SGD-Chefcoach Maik Walpurgis (rechts) spricht auf der PK zu den Journalisten. Links Pressesprecher Henry Buschmann.  © privat

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0