Stefaniak freut sich auf Dynamo: "Ich habe noch nie so ein geiles Stadion erlebt wie in Dresden"

Dresden - Wenn Dynamo am Ostersonnabend den 1. FC Nürnberg empfängt, steht ein Mann besonders im Mittelpunkt: Denn Marvin Stefaniak kommt mit dem Club zurück nach Sachsen.

Nach dem 1:2 gegen den VfL Wolfsburg im Trainingscamp in Marbella stellte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus (r.) seinen ehemaligen Schützling Marvin Stefaniak zur Rede. Der hatte zuvor einen zweifelhaften Elfmeter rausgeholt.
Nach dem 1:2 gegen den VfL Wolfsburg im Trainingscamp in Marbella stellte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus (r.) seinen ehemaligen Schützling Marvin Stefaniak zur Rede. Der hatte zuvor einen zweifelhaften Elfmeter rausgeholt.  © Lutz Hentschel

"Ich freue mich tierisch darauf", strahlt der Linksaußen, der noch bis letzten Sommer an der Elbe kickte, davor sechs Jahre im Nachwuchs und bei den schwarz-gelben Profis aktiv war.

"Ich habe noch nie so ein geiles Stadion erlebt wie in Dresden – die Fans sind da immer so nah dran." Stefaniak ist erst seit der Winterpause beim Club. Ausgeliehen vom VfL Wolfsburg, wo der 23-Jährige überhaupt nicht klar kam.

Bei der Frage, ob eine Rückkehr nach Dresden im Winter ein Thema war, blockt er ab: "Darüber will ich nicht reden." Was auch immer das heißen soll. Beim Testspiel im Wintertrainingslager in Marbella traf der Mittelfeldmann erstmals auf dem Platz auf seinen alten Verein - und machte sich mit einer Elfer-Schwalbe bei Trainer Uwe Neuhaus und den Ex-Kollegen nicht sonderlich beliebt.

Auch bei den Dresdner Fans scheint die alte Liebe zum Eigengewächs etwas eingefroren zu sein.

In den sozialen Netzwerken wurde Stefaniak nicht gerade mit freundlichen Worten bedacht. Wie der Empfang am Sonnabend wird, weiß er selbst nicht so recht: "Ich bin gespannt auf die Reaktionen, auf alles drum und dran. Da wird man sehen, was auf einen zukommt."

In Franken läuft es für Marvin derzeit zumindest besser als bei den mit hochbezahlten Stars gespickten "Wölfen". Er hat sogar schon einen echten Kumpel gefunden. "Mit Tim Leibold verstehe ich mich super", verrät Stefaniak. "Vor allem die jungen Spieler haben mich klasse aufgenommen.“ Dabei ist Stefaniak bodenständig geblieben. "Abends rausgehen und Bierchen trinken, das ist immer noch nichts für mich", grinst er.

Für Marvin Stefaniak (r., hier im Bodenduell mit Darmstadts Yannick Stark) lief es beim Club zuletzt besser.
Für Marvin Stefaniak (r., hier im Bodenduell mit Darmstadts Yannick Stark) lief es beim Club zuletzt besser.  © Imago

Der Wirbelwind bekommt seine aktuellen Dresden-Infos von Niklas Kreuzer. "Ich kann unseren Trainern viel über Dynamo erzählen," lacht er.

Am Sonnabend blendet Stefaniak die Vergangenheit aus. Schließlich geht es für den Club um nichts weniger als den Aufstieg. „Wir müssen punkten, die Konkurrenten sind oben ganz eng zusammen. Wenn wir schnell in Führung gehen, dann können wir Dynamo ärgern“, weiß er.

Vielleicht feuert ihn sein Papa am Sonnabend im Stadion an. Denn der lebt im Gegensatz zu seiner Mutter (Garmisch) noch immer in Dresden. Nicht ausgeschlossen, dass auch Stefaniak junior im Sommer wieder an der Elbe aufschlägt. Denn dann endet die Leihe nach Nürnberg.

"Ich kann mir gut vorstellen, noch einmal für Dynamo zu spielen", betont der Angreifer. "Aber erst einmal muss ich zurück nach Wolfsburg."

Duell der Kumpel: Marvin Stefaniak (l.) wird von Niklas Kreuzer verfolgt - das könnte so auch am Sonnabend passieren.
Duell der Kumpel: Marvin Stefaniak (l.) wird von Niklas Kreuzer verfolgt - das könnte so auch am Sonnabend passieren.  © Lutz Hentschel
Im Sommer 2017 kehrte Marvin Stefaniak mit dem VfL Wolfsburg nach Dresden zurück und wurde von den Dynamos herzlich begrüßt
Im Sommer 2017 kehrte Marvin Stefaniak mit dem VfL Wolfsburg nach Dresden zurück und wurde von den Dynamos herzlich begrüßt  © Eric Münch

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