Pyro, Böllerwurf, Strafanzeige: Dynamo droht Hammer-Strafe

Dresden - Das Spiel gegen Wiesbaden wird die SG Dynamo noch längere Zeit beschäftigen. Nicht nur wegen des Wiesbadener Einspruchs gegen die Wertung des 1:0-Erfolges, sondern vor allem wegen des Böllerwurfes unmittelbar nach dem Siegtor. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

SVWW-Keeper Lukas Watkowiak hält sich nach dem Einschlag das linke Ohr.
SVWW-Keeper Lukas Watkowiak hält sich nach dem Einschlag das linke Ohr.  © imago images/Dennis Hetzschold

Und diese betrifft SVWW-Keeper Lukas Watkowiak. Neben ihm ist der Böller explodiert, er ist der Geschädigte.

Ob er selbst die Anzeige stellte oder das Verfahren vom Amts wegen eingleitet wurde, das ist nicht bekannt.

"Unbekannte hatten in der ersten Halbzeit aus dem Bereich des K-Blocks heraus einen Böller auf das Spielfeld geworfen und den Torhüter der Gästemannschaft dabei offenbar verletzt", schreibt die Polizeidirektion Dresden in einer Pressemitteilung vom Montag und bittet um Hilfe: "Die Polizei fragt: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen."

Nach TAG24-Informationen wurde der Täter bereits während der Partie von anderen Anhängern gestellt und die Personalien des Verdächtigen von der Polizei aufgenommen. Dennoch sammelt die Polizei weitere Informationen, wird dabei auch eigenes Video- und Fotomaterial auswerten.

Dynamo-Fans fackelten fast das gesamte Pokalspiel gegen Hertha BSC Pyrotechnik ab

Nach dem Treffer gegen Wehen Wiesbaden flogen Böller in den Strafraum.
Nach dem Treffer gegen Wehen Wiesbaden flogen Böller in den Strafraum.  © Lutz Hentschel

Dynamo-Pressesprecher Henry Buschmann kündigte bereits am Freitag an, dass der Verein mit "aller Konsequenz" gegen den Verdächtigen vorgehen will.

"Mit dem Böllerwurf ist eine Grenze überschritten worden." Vermutlich wird Dynamo versuchen, einen Teil der zu erwartenden Strafe gegen den Täter geltend zu machen.

Die Summe dürfte sich im oberen Strafbereich bewegen, denn es war der zweite Vorfall binnen zehn Tagen.

So großartig das Pokalspiel in Berlin auch war, es wurde beinahe die gesamten 120 Minuten gezündelt, auch flog Feuerwerk in den Innenraum. Bei der Partie gegen Wiesbaden brannte es bereits vor Spielbeginn im K-Block.

Nach dem Tor durch Alexander Jeremejeff wurden erneut Bengalos angezündet - danach flog der Böller.

Der DFB zeigte sich zuletzt wenig zimperlich bei solchen Aktionen. Mit einer sechsstelligen Geldstrafe müssen die Schwarz-Gelben wohl rechnen, auch ein Zuschauerteilausschluss ist möglich. So oder so - es wird der SGD auf alle Fälle wehtun.

Beim Pokalspiel in Berlin brannte es im Dynamo-Block lichterloh.
Beim Pokalspiel in Berlin brannte es im Dynamo-Block lichterloh.  © imago images/Contrast

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