Gonther fordert nach Dynamo-Debakel: "Müssen Eier haben und wieder aufstehen"

Dresden - Hinfallen ist keine Schande, nur liegenbleiben. Nach der 1:8-Katastrophe von Köln versucht sich Zweitligist Dynamo derzeit wieder aufzurappeln. Vor allem den Routiniers in der Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis kommt dabei eine tragende Rolle zu.

Gab's auch: Sören Gonther (vorn) gewinnt diesen Zweikampf gegen Kölns Jhon Cordoba.
Gab's auch: Sören Gonther (vorn) gewinnt diesen Zweikampf gegen Kölns Jhon Cordoba.  © Imago

So wie Sören Gonther. Der 31-Jährige hat schon viel erlebt in seiner Karriere, feierte Erfolge, musste aber auch Tiefschläge wegstecken.

So wie seinen letzten Kreuzbandriss, der ihn fast ein Jahr kostete. Doch der Defensivmann hat sich immer wieder zurückgekämpft.

Nach dem Debakel am Rhein rang aber auch er um Fassung: "Was soll ich sagen? Das ist einer der bittersten Momente meiner Fußball-Karriere. Ich hätte nicht gedacht, dass ich sowas in meinem Karriere-Herbst noch erleben muss", sagte er.

Doch Gonther weiß auch, wie man mit diesem Nackenschlag umgehen sollte: "Wir brauchen jetzt keine Videoanalyse machen, brauchen uns nicht mehr lange mit diesem Spiel beschäftigen. Weil das einzig Gute ist, dass man es relativ leicht aufarbeiten kann. Da eine Erklärung zu suchen, das ist mühsam. Das Einzige, was jetzt zählt, ist der Blick nach vorn."

Ganz so einfach wird es aber dann doch nicht, wie er eingesteht: "Das tut heute weh, das brennt sich ein und da wird man noch lange daran denken. Doch das Wichtigste ist nun, nach so einer Niederlage aufzustehen. Wir haben zwei Wochen Zeit zu arbeiten und haben dann zu Hause mit Ingolstadt, für die es ums Überleben geht, ein schweres Spiel vor der Brust. Da müssen wir Reaktion zeigen."

Mittendrin im Abwehrchaos: Sören Gonther (3.vl.) und Philip Heise können das 2:0 für Köln durch Simon Terodde nicht verhindern.
Mittendrin im Abwehrchaos: Sören Gonther (3.vl.) und Philip Heise können das 2:0 für Köln durch Simon Terodde nicht verhindern.  © Imago

Die zeigten in Köln nach dem Spiel bereits die 5000 mitgereisten Dynamo-Anhänger, die ihre Truppe trotz des Debakels feierten:

"Was unsere Fans gemacht haben - ganz großen Respekt. Tausend Dank. Dass wir das nicht zurückzahlen konnten, tut mir noch mehr leid als für mich persönlich. Die haben einen Riesenjob gemacht, wir nicht. Aber an einem rabenschwarzen Tag passieren Dinge, die nur da passieren können. Das eine Mal hatten wir jetzt. Klar wird uns das jetzt noch zwei Wochen beschäftigen. Auch in den Medien, keine Frage, dafür müssen wir uns auf die Mütze geben lassen. Aber da müssen wir unseren Mann stehen, müssen Eier haben und gegen Ingolstadt bin ich 100-prozentig überzeugt, dass wir uns anders zeigen werden."

Und dann gibt es ja noch den Spruch: Lieber einmal hoch verlieren... "Ja, ich hoffe, dass die Floskel stimmt und wir bis zum Ende des Jahres wieder ungeschlagen bleiben und eine neue Serie starten können. Aber mir hätte da auch ein 0:4 gereicht statt eines 1:8. Jetzt heißt es Wunden lecken."

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