"Ein ekelhafter Gegner": Dynamo ist vorm SV Sandhausen gewarnt

Rurik Gislason.
Rurik Gislason.

Sandhausen - Nein, das Stadion am Hardtwald ist für Dynamo kein gutes Pflaster. Noch nie haben die Schwarz-Gelben beim sogenannten "Dorfverein" SV Sandhausen gewonnen. Das soll, das muss sich am Sonntag ändern.

Nach dem bitteren 1:3-Auftakt gegen St. Pauli sind die Sachsen zur Wiedergutmachung gezwungen, um nicht gleich wieder in den Abstiegsstrudel zu geraten. Was beim SVS nicht leicht wird: "Jeder weiß, dass Sandhausen ein unangenehmer, ein ekelhafter Gegner ist. Da müssen wir eine gehörige Schippe drauflegen", meint Manuel Konrad.

Der "Sechser" dürfte heute wieder von Beginn an dabei sein. Auch, weil der etatmäßige Kapitän Marco Hartmann gestern beim Flug nach Frankfurt/M. nicht mit an Bord war.

Dorfverein SVS? Von wegen! Dynamo hat die 0:4-Klatsche aus dem Hinspiel nicht vergessen. "Das ist eine schmerzhafte Erinnerung", weiß auch Uwe Neuhaus. "Sie hatten damals den Schlüssel gefunden, um unser Spiel zu knacken." Weil das zuletzt auch St. Pauli gelang, wird Dynamos Trainer seine Startelf genau überdenken. Es ist damit zu rechne, dass Niklas Kreuzer, Lucas Röser und Haris Duljevic von Beginn an dabei sind. Letzterer bekam gegen St. Pauli einen Denkzettel verpasst und fand sich auf der Bank wieder.

Haris Duljevic (r.) fand sich gegen St. Pauli auf der Bank wieder.
Haris Duljevic (r.) fand sich gegen St. Pauli auf der Bank wieder.  © Lutz Hentschel

"Er war bei der Generalprobe gegen die Tschechen praktisch nicht anwesend", ärgerte sich Neuhaus über seine nötige Maßnahme wohl am meisten.

Dass Duljevic das Zeichen verstand, habe er nach seiner Einwechslung gezeigt: "Da hat er sehr viel Leben ins Spiel gebracht." Genau das werden die Sachsen heute brauchen, um in der Kurpfalz auf Punktejagd zu gehen.

Dort ist das Profileben seit Jahren ein recht angenehmes. Zum einen gibt's kaum öffentlichen Druck, zum anderen macht eine gewachsene, abgezockte Truppe den Gegner in der 2. Liga regelmäßig das Leben schwer. „Für uns geht es nur um den Klassenerhalt“, stellt SVS-Trainer Kenan Kocak vor dem Duell aber klar.

Dabei ist Sandhausen für jeden Gegner ganz unangenehm. Das Team ist zweikampfstark und bei Kontern brandgefährlich. Bei Aufstiegs-Favorit Ingolstadt holte der SVS am Dienstag ein Unentschieden, war knapp am Sieg dran. "Wir müssen unsere Chancen besser nutzen", fordert Kocak vor dem Duell gegen die SGD.

Kocaks Problem: Es fehlen gleich fünf Offensivspieler: Richard Sukuta-Pasu, Andrew Wooten, Korbinian Vollmann und Mirko Born. Dazu wechselte Goalgetter Lucas Höler im Winter nach Freiburg.

Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf einem neuen Isländer. Gut möglich, dass Rurik Gislason (kam in der Winterpause aus Nürnberg) sein Debüt gegen Dynamo gibt. Bange machen gilt jedenfalls nicht bei Sandhausen. "Ich traue meiner Mannschaft zu, auch gegen Dresden zu gewinnen", betont Kocak. Dann würde der SVS weiter oben dranbleiben.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0