Dynamo-Trainer Scholz will einfach nur drei Punkte einfahren

Dresden - Alles auf Anfang, Stunde null, Neuanfang: Dynamo startet nach einer äußerst turbulenten Woche morgen in den Jahresendspurt. Drei Spiele sind es bis Weihnachten, neun Punkte zu vergeben. Drei müssen die Dresdner morgen im eigenen Stadion gegen Sandhausen holen. Und das mit Männerfußball und und strukturiertem Spiel. Einfach siegen ist das Motto von Interimstrainer Heiko Scholz.

"Aufgepasst, alles hört auf mein Kommando!" Heiko Scholz hat nur fünf Tage Zeit, eine am Boden liegende Mannschaft wieder aufzubauen. Am Sonntag muss sie liefern. Dabei setzt der 53-Jährige auf Einfachheit.
"Aufgepasst, alles hört auf mein Kommando!" Heiko Scholz hat nur fünf Tage Zeit, eine am Boden liegende Mannschaft wieder aufzubauen. Am Sonntag muss sie liefern. Dabei setzt der 53-Jährige auf Einfachheit.  © Lutz Hentschel

"Ich hatte schon gemütlichere Tage in meinem Leben gehabt", blickte Scholz gestern zur Spieltagspressekonferenz auf die Woche zurück.

Was er mit Dynamo seit Montagmittag erlebt hat, schaffen manche in einem Jahr nicht.

"Scholle" gab sofort den Takt vor, eine Einheit am Dienstag, je zweimal Training am Mittwoch und Donnerstag, was es lange nicht gab, Videoanalyse, Gespräche mit dem Team, mit dem Mannschaftsrat und Einzelgespräche.

Alles, um die Köpfe freizubekommen.

"Die ersten beiden Tage verliefen schleppend, da waren alle noch traurig, da flossen auch Tränen.

Aber seit Donnerstag geht es aufwärts, das war auf dem Trainingsplatz zu merken", so Scholz zum mentalen Zustand der Mannschaft.

Er weiß, nur eine im Kopf bereite Mannschaft wird morgen das Ding auch ziehen. Das versucht er zu vermitteln und setzt vor allem auf die erfahrenen Spieler, die jetzt vorangehen müssen.

Führt Heiko Scholz wieder die Viererkette bei Dynamo Dresden ein?

Unter Vorgänger Cristian Fiel gab es oft Lob für Dresden vom Gegner, doch 2019/20 nur selten Punkte.
Unter Vorgänger Cristian Fiel gab es oft Lob für Dresden vom Gegner, doch 2019/20 nur selten Punkte.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

"Es geht wieder bei null los. Aber dafür brauchen wir echte Kerle. Auch wenn wir Letzter sind, wir sind immer noch Dynamo Dresden. Da muss es abgehen, wenn es rausgeht. Auch wenn Fehler passieren, braucht es am Ende alle Tugenden", erklärte der 53-Jährige.

Funktionieren soll das mit robustem und schnörkellosem Spiel. So wie in Nordhausen.

Als Wacker-Coach schlug er im Juni Dynamo in einem Testspiel 3:2, ließ im 4-4-2 spielen und überzeugte durch hohes Pressing.

"Hier ist zuletzt viel probiert worden. Ich richte das nach den Spielern aus, ich wollte von ihnen wissen, wie sie sich am wohlsten fühlen", so der Interimstrainer. Das sind neue Töne, die Taktik nach den vorhandenen Spielern auszurichten. "Es braucht keinen Hurra-Fußball, sondern Punkte."

Unter Vorgänger Cristian Fiel gab es für Dresden zwar häufig Lob vom Gegner, aber nur selten Zähler. Das soll sich ab morgen ändern.

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