Aosman feiert zwischen Dynamos Ost-Derbys sein Comeback

Dresden - Eine Liga-Partie steht noch vor der Tür, danach folgt die Länderspielpause. Nach dem Heimmatch gegen den 1. FC Magdeburg und vor dem Kracher beim FC Erzgebirge Aue geht es auch für Dynamos Aias Aosman wieder auf Reisen, der sein Comeback im Kader der syrischen Nationalmannschaft feiert.

Drei Treffer hat Aias Aosman in der laufenden Serie bisher erzielt. Auch gegen Magdeburg hat er getroffen. Gelingt ihm das am Sonnabend erneut?
Drei Treffer hat Aias Aosman in der laufenden Serie bisher erzielt. Auch gegen Magdeburg hat er getroffen. Gelingt ihm das am Sonnabend erneut?  © Lutz Hentschel

In Kamishli geboren wuchs Aosman in Syrien auf, bevor er im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland floh. 2015 fragte dann der syrische Fußballverband erstmals beim Legionär an, allerdings legte Aosmans Vater damals noch ein Veto ein.

"Er hat 'nein' gesagt, weil er Angst hatte, dass ich dann nicht mehr zurückkomme", erklärt der Sohn, der damals selbst ein mulmiges Gefühl hatte. In Syrien herrscht seit 2011 Bürgerkrieg, weshalb die Nationalmannschaft ihre Heimspiele anderswo austrägt.

Im Juni 2018 nahm Aias erstmals an einem knapp zweiwöchigen Trainingscamp in Österreich teil. Der damalige Trainer und Ex-DDR-Coach Bernd Stange holte den Deutsch-Syrer ins Team. "Er hatte mich davon überzeugt, dass ich keine Angst haben muss", berichtet Aosman, dessen Großeltern, Onkels und Tanten noch immer im Nahen Osten leben.

Aias Aosman (l.) im Trainingscamp der syrischen Nationalmannschaft, hier noch unter Coach Bernd Stange (vorn)
Aias Aosman (l.) im Trainingscamp der syrischen Nationalmannschaft, hier noch unter Coach Bernd Stange (vorn)  © privat

Sein Auswahl-Debüt feierte der heute 24-Jährige im September vergangenen Jahres gegen Usbekistan, im November folgte ein Einsatz gegen Kuwait.

Danach war vorerst Schluss. Statt mit Syrien im Januar 2019 zum Asien-Cup in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu reisen, entschied sich Aosman für das Dynamo-Trainingslager im türkischen Belek. Eine gute Entscheidung, denn sein Nationalteam flog bereits in der Gruppenphase raus.

Nun versucht Syrien unter Trainer Fajr Ibrahim den Neuanfang.

Mit dabei: Aosman, einer von nur zwei Europäern im Kader. Gespielt wird gegen den Irak und Jordanien.

Damit fehlt der offensive Mittelfeldspieler zwar nächste Woche im Dynamo-Training, wird aber rechtzeitig vorm Sachsenderby in Aue am 1. April wieder zurück sein.

Aias Aosman (vorn) im Derby-Hinspiel beim 1. FC Magdeburg im Kopfballduell mit Aleksandar Ignjovski.
Aias Aosman (vorn) im Derby-Hinspiel beim 1. FC Magdeburg im Kopfballduell mit Aleksandar Ignjovski.  © Imago

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