Dynamo-Fans wenden sich ab, Spieler weichen aus: War es das für Walpurgis?

Dresden - Die Stimmung im Umfeld des Vereins war sowieso schon seit Wochen im Keller. Nach der 0:2-Niederlage in Darmstadt wendeten sich nun auch die mitgereisten Fans ab. Noch vor Abpfiff war die Hälfte des Gästeblockes verschwunden.

Hat's lange nicht mehr gegeben: Die Dynamo-Fans verließen noch vor dem Schlusspfiff ihren Block.
Hat's lange nicht mehr gegeben: Die Dynamo-Fans verließen noch vor dem Schlusspfiff ihren Block.  © Imago

Eigentlich ist es in Fankreisen ein No-Go, vor Schlusspfiff das Stadion zu verlassen. Doch die etwa 1600 Dynamo-Anhänger wendeten sich ab, noch bevor überhaupt die Nachspielzeit angezeigt wurde.

"Da habe ich größtes Verständnis dafür", war auch Chefcoach Maik Walpurgis "enttäuscht, keine Frage".

Doch das bringt ihm auch nicht mehr viel Beliebtheit ein. Walpurgis ist gefühlt noch nie richtig bei den Fans angekommen, die vor allem in den sozialen Netzwerken mit ihren Kommentaren Dampf ablassen. Die "Walpurgis raus"-Stimmen nehmen jedenfalls immer mehr zu.

Wie sehen das die Spieler? Hat der 45-Jährige in Dresden noch eine Zukunft?

"Das zu entscheiden, ist nicht unser Job", versuchte Jannis Nikolaou im Namen der Mannschaft der Trainerfrage aus dem Weg zu gehen. "Wir sind für die Leistung auf dem Feld zuständig, zu mehr möchte ich mich nicht äußern."

Auch Sören Gonther sieht sich als falschen Ansprechpartner: "Ich glaube aber, die Mannschaft hat gezeigt, was sie will und dass sie sich mit allem, was sie hat, gegen die Situation stemmt. Für alles andere ist Ralf Minge gefragt."

Keiner fordert öffentlich, Walpurgis zu entlassen. Aber: Konkret spricht sich auch keiner für eine weitere Zusammenarbeit aus.

Elfer-Pechvogel Rico Benatelli schlug enttäuscht die Hand vors Gesicht.
Elfer-Pechvogel Rico Benatelli schlug enttäuscht die Hand vors Gesicht.  © DPA / Uwe Ansbach
Darmstadts Interimstrainer Kai Peter Schmitz (M.) hat in einem Spiel mehr Punkte geholt als sein Dresdner Kollege Maik Walpurgis in fünf Partien seit Jahresbeginn
Darmstadts Interimstrainer Kai Peter Schmitz (M.) hat in einem Spiel mehr Punkte geholt als sein Dresdner Kollege Maik Walpurgis in fünf Partien seit Jahresbeginn  © DPA / Uwe Anspach

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