Keine Rückkehr zu Dynamo! Stefaniak will sich in Wolfsburg durchbeißen

Ein Platz auf der Bank war für Marvin Stefaniak schon ein Fortschritt. Zumeist schaffte er es nicht in den Spieltagskader des VfL Wolfsburg.
Ein Platz auf der Bank war für Marvin Stefaniak schon ein Fortschritt. Zumeist schaffte er es nicht in den Spieltagskader des VfL Wolfsburg.

Dresden / Wolfsburg - Sein Transfer bedeutete Vereinsrekord: Im Sommer wechselte Marvin Stefaniak für zwei Millionen Euro zum Bundesligisten VfL Wolfsburg. Seither ist es um den begnadeten Techniker aber ruhiger geworden.

Aber je näher die Öffnung des Wintertransferfensters rückte, desto mehr kam der 22-Jährige wieder ins Gespräch. Allerdings wohl etwas anders, als er sich das vorgestellt hatte. Schließlich ging es darum, bereits nach einem halben Jahr die Zelte in der VW-Stadt abzubrechen. Von einem Ausleihgeschäft war die Rede.

Beim 1. FC Kaiserslautern, in Darmstadt und in Braunschweig war Stefaniak ein Thema. Eintracht-Sportdirektor Marc Arnold bestätigte das Interesse. Und natürlich wurde auch Marvins Ex-Verein Dynamo als Interessent gehandelt. Doch daraus wird wohl nichts.

Zwei Ex-Dresdner in Wolfsburg: Marvin Stefaniak (Nummer 34) und Maximilian Arnold laufen vorne weg.
Zwei Ex-Dresdner in Wolfsburg: Marvin Stefaniak (Nummer 34) und Maximilian Arnold laufen vorne weg.

Rückblick: Als Dynamos Mittelfeldmann im Sommer den großen Schritt in die Bundesliga wagte, war der Optimismus groß.

"Ich habe mit dem Trainer gesprochen und ihm gesagt, dass ich versuchen werde, ihn schnellstmöglich von mir zu überzeugen. Ich möchte so viele Einsätze wie möglich mitnehmen und schnell in die Mannschaft hineinwachsen", sagte er damals gegenüber Regionalsport.

Der Trainer hieß damals Andries Jonker - und Stefaniak konnte ihn nicht überzeugen. Was vor allem daran lag, dass Marvin bereits in der Vorbereitung den Anschluss verlor.

"Gleich zu Beginn der Vorbereitung hatte unser Doc bei mir einen Fersensporn diagnostiziert.Den kann man wegtherapieren, und ich dachte, dass ich nach einer Woche wieder einsteigen kann. Letztendlich ist es ein Riss gewesen. Da war mir klar, dass ich länger pausieren muss. Für meinen Kopf war dieser Einstieg beim VfL mit der langen Verletzungspause natürlich scheiße. Das ist ein unangenehmes Gefühl. Du kommst zu einem Verein, trainierst zwei Wochen und bist verletzt."

Den Ball fest im Blick. Marvin Stefaniak kämpfte sich zuletzt mit guten Trainingsleistungen wieder näher an die Bundesliga-Elf des VfL heran.
Den Ball fest im Blick. Marvin Stefaniak kämpfte sich zuletzt mit guten Trainingsleistungen wieder näher an die Bundesliga-Elf des VfL heran.

Selbst für einen topfitten Stefaniak ist es eine Herausforderung, sich im mit Stars gespickten Mega-Kader des VfL durchzusetzen.

Letztlich stehen am Ende des Jahres nur drei Einsätze in der Regionalliga-Reserve zu Buche. Doch aufzugeben, das passt nicht zum Ex-Dresdner. Zudem macht ihm sein Trainer Martin Schmidt, der Ende September auf den Holländer Jonker folgte, neuen Mut.

"Marvin ist gar nicht weit weg und trainiert sehr gut", sagte Schmidt vor der Winterpause. "Wir haben gute Gespräche geführt. Wir sind gerade dabei, ihn im Leistungsbereich näher ranzubringen. Er ist ein Spieler, den wir entwickeln wollen. In der Rückrunde planen wir Marvin fest mit ein."