Neuzugang Duljevic will mit Dynamo aufsteigen

Haris Duljevic (M., am Ball) deutete im ersten Training zumindest an, was er kann.
Haris Duljevic (M., am Ball) deutete im ersten Training zumindest an, was er kann.  © Lutz Hentschel

Dresden - Endlich ist er da! Als Dynamo-Neuzugang war Haris Duljevic bereits am vergangenen Freitag verkündet worden. Am Mittwoch absolvierte er die erste Trainingseinheit für die Schwarz-Gelben. Seine Ziele: Deutsch lernen und mit Dynamo irgendwann in der Bundesliga spielen!

Haris spricht bislang weder Deutsch noch Englisch. "Ich will Deutsch lernen", ist der einzige Satz, den der Bosnier in der hiesigen Landessprache über die Lippen bringt.

Helfen könnte ihm seine Freundin, die in Sarajevo Germanistik studiert. Wann sie jedoch nach Dresden reist, ist noch unklar: "Ich hoffe, dass sie bald nachkommt."

Sein erster Ansprechpartner im Verein ist Brano Arsenovic. Der Torwarttrainer der Schwarz-Gelben, selbst Bosnier, arbeitet künftig auch als Übersetzer für Uwe Neuhaus. Wichtiger ist dem Neuzugang sowieso die Sprache auf dem Platz - nämlich mit den Füßen.

Obwohl er mit 1,85 m kein echter Riese ist, kann es Haris Duljevic auch mit dem Kopf.
Obwohl er mit 1,85 m kein echter Riese ist, kann es Haris Duljevic auch mit dem Kopf.  © Lutz Hentschel

Duljevic, sechsmaliger bosnischer Nationalspieler, entschied sich gegen Angebote aus Russland, der Türkei oder Spanien. Mitentscheidend war auch die Fanfreundschaft der Dresdner mit dem bosnischen Hauptstadtklub:

"Da ich Kapitän in Sarajevo war, weiß ich viel davon. Das war ein Beweggrund pro Dynamo", erklärt der 23-Jährige.

Bei seinem Ex-Verein, dem FK Sarajevo, kamen vergangene Saison im Schnitt 4875 Fans zum Heimspiel.

Um so mehr freut sich Haris auf die Stimmung im DDV-Stadion: "Es ist der Traum eines jeden Spielers, vor so einer Kulisse zu spielen." Bereits den Auftakt gegen Duisburg schaute er sich von der Tribüne aus an.

Am wohlsten fühlt sich der offensive Mittelfeldspieler auf Linksaußen oder hinter den Spitzen. Ganz wie sein Vorbild Ronaldinho.

Sich selbst beschreibt er als Malocher: "Ich bin ein Arbeiter-Typ. Ich habe mich zum Kapitän von Sarajevo und zum Nationalspieler Bosniens hochgearbeitet. Nun bin ich in einem Land, in dem Arbeit sehr geschätzt wird." Sein Ziel ist klar definiert: "Ich will alles dafür geben, was der Verein und die Fans verdienen - in der 1. Bundesliga zu spielen."

In der gestrigen Trainingseinheit war auch Niklas Hauptmann in einigen Übungen wieder zu sehen. Kapitän Marko Hartmann (Wadenprobleme) und Neuzugang Eero Markkanen (Magen-Darm-Infekt) fehlten dagegen.

Zwei Bosnier bei Dynamo: Torwarttrainer Brano Arsenovic (r.) soll Haris Duljevic auch sprachlich bei der Eingewöhnung helfen.
Zwei Bosnier bei Dynamo: Torwarttrainer Brano Arsenovic (r.) soll Haris Duljevic auch sprachlich bei der Eingewöhnung helfen.  © Lutz Hentschel

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