Nach Genehmigung: Steht dem Dynamo-Neubau noch etwas im Weg?

So könnte das neue Trainingszentrum im Ostragehege aussehen.
So könnte das neue Trainingszentrum im Ostragehege aussehen.  © Lutz Hentschel

Dresden - "Wie alle wissen, in Dresden ist die Stadtverwaltung erste Liga, deshalb tun wir auch was für Leute aus der zweiten Liga", meinte gestern Rathaussprecher Kai Schulz und spielte damit auf die erteilte Baugenehmigung für das neue Trainingsgelände von Dynamo Dresden an. Könnte das 15,4-Millionen-Euro-Projekt aber noch verhindert werden?

Die Gegner und Bedenkenträger des auf vier Hektar geplanten Geländes im Ostra-Gehege hatten immer erklärt, dass der Hochwasserschutz und die seltene Wechselkröte den Bau unmöglich machen. Zudem war rechtlich zu klären, ob das Grundstück im Außen- oder Innenbereich des ausgewiesenen Bebauungsgebiets liegt.

"Alle Fragen konnten wir klären", so Dresdens Sportbürgermeister Dr. Peter Lames. "Da auf dem Grundstück früher Gebäude standen und diese abgerissen wurden, um Platz für Neubauten zu schaffen, gehört es zum Innenbereich."

Dr. Peter Lames (52, SPD)
Dr. Peter Lames (52, SPD)  © Petra Hornig

Der Hochwasserschutz wurde angepasst.

Eine größere Mulde soll im Fall des Falles die errechneten Mengen aufnehmen, allerdings stünden im schlimmsten Fall auch die Trainingsplätze unter Wasser. Die Kröte bekommt einen größeren Tümpel. Die Kosten hierfür seinen "sechsstellig".

Ist damit möglichen Klagen der Wind aus dem Segeln genommen? Lames: "Wir sind mit unserer Rechtsauffassung ja nicht alleine. Um dagegen zu klagen, braucht es klagewillige und klagebefugte Nachbarn. Das erwarten wir nicht."

Somit dürfte der Trainings-Komplex wirklich 2019 eingeweiht werden. Dynamo Dresden ist voller Vorfreude:

"Die Baugenehmigung für ein neues Trainingszentrum ist ein Meilenstein für uns", so Sport-Geschäftsführer Ralf Minge.


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