Zwischenrufe bei Schweigeminute für Hanau-Opfer: Eintracht-Fans reagieren prompt

Frankfurt - Wieder mal steht Frankfurt ein großer Euro-League-Abend bevor. Die Eintracht empfängt Red Bull Salzburg zum Zwischenrunden-Match. Vor dem Anpfiff der 90 Minuten wurde der Opfer der Bluttat von Hanau gedacht.

Am Mittelkreis hatten sich die Teams von Red Bull Salzburg (rot) und Eintracht Frankfurt (schwarz) aufgestellt.
Am Mittelkreis hatten sich die Teams von Red Bull Salzburg (rot) und Eintracht Frankfurt (schwarz) aufgestellt.  © Arne Dedert/dpa

Mit einer Schweigeminute wurde an die Toten erinnert.

"Hanau ist eine Fan-Hochburg der Eintracht, auch mit Anhängern mit Migrations-Hintergrund", sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann vor dem Spiel.

Zudem spielten beiden Mannschaften am Donnerstagabend in der mit 47.000 Zuschauern ausverkauften Commerzbank-Arena mit Trauerflor.

Wie der Bundesligist mitteilte, geschehe dies "in Gedenken an die Betroffenen und als klares Zeichen gegen jegliche Form von Rassismus und Extremismus".

Während der Schweigeminute kam es zu einem unschönen Vorkommnis.

Als sich die Teams am Mittelkreis versammelt hatten und die Anhänger für einen Moment der Ruhe innehalten sollten, gab es Zwischenrufe, mutmaßlich aus dem Salzburger Block.

Das empörte die Frankfurter Fans. "Nazis raus" schallte es durch das Stadion. Diese verbale Reaktion wurden auf Twitter von vielen Usern gefeiert.

"#Eintracht Fans lautstark nach der Schweigeminute für #Hanau vorm Europa League Spiel vs Salzburg: 'Nazis raus, Nazis raus!!' Ein Zeichen setzen. Done", "Nazis raus! Die Fans reagieren auf einen Idioten, der den Opfern von Hanau nicht den nötigen Respekt erweisen wollte", "#SGESAL Gänsehaut bei der Schweigeminute für die Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau, und dann muss wieder einer grölen. #HaltdieFresse und das Publikum skandiert #Nazisraus! 💓", hieß es beispielsweise in dem sozialen Netzwerk.

11 Tote bei Bluttat von Hanau

Bei einer Schießerei im hessischen Hanau sind in der nacht von Mittwoch auf Donnerstag 11 Menschen gestorben, darunter auch der mutmaßliche Täter Tobias R. und seine Mutter. Unter den Toten befanden sich sowohl deutsche als auch ausländische Staatsangehörige. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die Generelbundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts.

Tweets in denen die "Nazis raus"-Rufe gefeiert wurden

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