Darum haut Dynamo dieses 0:1 nicht um!

Der Cottbuser Marco Holz (Nr. 22) dreht jubelnd ab - er hat gerade das Tor des Tages im Ostderby erzielt.
Der Cottbuser Marco Holz (Nr. 22) dreht jubelnd ab - er hat gerade das Tor des Tages im Ostderby erzielt.

Von Dirk Löpelt

Dresden - An Tagen wie diesen herrscht einfach tote Hose. Dynamo erwischte gegen Energie Cottbus leider genau so einen grauen, verregneten Tag, an dem gar nichts ging. 0:1 und die erste Saisonniederlage waren das bittere Resultat für den Drittliga-Spitzenreiter.

Es war - saisonübergreifend - übrigens die allererste Pflichtspiel-Pleite seit dem 26. April 2015, als es gegen den MSV Duisburg zu Hause ein 0:2 setzte.

Umwerfen lassen wollen sich die Schwarz-Gelben von diesem unerwarteten Negativ-Erlebnis aber auf keinen Fall. Im Gegenteil.

Für Uwe Neuhaus war es dennoch eine neue, ungewohnte Situation:

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus sammelte seine enttäuschten Spieler nach der Niederlage auf dem Platz ein.
Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus sammelte seine enttäuschten Spieler nach der Niederlage auf dem Platz ein.

„Ein Scheißgefühl, keine Frage“, formulierte er es drastisch. „Ich hätte darauf gern noch gewartet. Siege machen mehr Spaß.“

Dass es seine Truppe ausgerechnet gegen den Tabellen-17. erwischen könnte, war recht schnell klar. Zum einen trat Energie mit alten Tugenden auf, setzte den Gastgeber aggressiv, robust unter Druck, ohne dabei jemals die taktische Defensivordnung zu verlieren.

Bei Dynamo dagegen war offensichtlich der Wurm drin. Viele technische Fehler verhinderten das zuletzt so erfolgreiche Kombinationsspiel. „Wir haben falsche Entscheidungen getroffen, sind nicht ins Tempo gekommen, haben Situationen falsch eingeschätzt“, analysierte Neuhaus.

Aber: „Es war keine Frage der Einstellung. Nein, ein Einstellungsproblem schließe ich aus“, betonte der 55-Jährige. „Ich möchte das nicht runterspielen. Jetzt haben wir die Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen, mit einer Niederlage umzugehen.“

Dazu sind seine Spieler bereit, allen voran Kapitän Michael Hefele. „Verlieren gehört zum Fußball. Das Entscheidende ist, dass man wieder aufsteht. Man kann nur ein Gewinner sein, wenn man nach Niederlagen wieder aufsteht. Und wir werden stärker wieder aufstehen!“, ist sich der Abwehrchef sicher.

„Wir haben Fehler gemacht, waren selber schuld. Aber das ist jetzt kein Weltuntergang, kein Beinbruch. Die Köpfe sind oben. Sogar der FC Bayern verliert mal...“


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