Erhöhte Alarmbereitschaft vor Ostderby!

Das Stadion wird am Sonnabend ausverkauft sein.
Das Stadion wird am Sonnabend ausverkauft sein.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Es ist wohl das brisanteste Ostderby des Jahres: Das Aufeinandertreffen zwischen Dynamo und dem 1. FC Magdeburg zieht die Fans in den Bann.

Am Sonnabend empfangen die Schwarz-Gelben den alten Rivalen aus Sachsen-Anhalt. Das Stadion ist bereits seit Wochen ausverkauft, der MDR überträgt die Partie live. Polizei und Ordnungsdienste sind in erhöhter Alarmbereitschaft.

Schließlich gilt dieses Spitzenspiel zwischen dem Ersten und dem Vierten der 3. Liga vor allem auch als Risikospiel.

Die Rivalität zwischen den Fans hat eine lange Tradition, reicht gar bis in die 70er Jahre zurück. Beide Lager mussten zudem sieben Jahre warten, um wieder die Klingen kreuzen zu können.

Die Sportchefs Mario Kallnik (l./Magdeburg) und Ralf Minge (Dynamo) rufen die Fans zu einem friedlichen Derby auf.
Die Sportchefs Mario Kallnik (l./Magdeburg) und Ralf Minge (Dynamo) rufen die Fans zu einem friedlichen Derby auf.

Dass das alles in einem friedlichen Rahmen passiert, hoffen beide Vereine. Die Sportchefs appellieren deshalb schon im Vorfeld:

„Unser gemeinsamer Wunsch ist es, dass beide Fanlager ihre Vereine lautstark und friedlich unterstützen, um den eingeschlagenen erfolgreichen Weg fortzusetzen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ralf Minge und Mario Kallnik.

Dass die Dynamo-Fans, die übrigens die größte in Dresden bisher dagewesene Choreografie vorbereitet haben, keine Kinder von Traurigkeit sind, ist allgemein bekannt.

Zuletzt fielen aber vor allem die Anhänger aus der Bördestadt regelmäßig negativ auf - vor allem durch ihren Hang zur Pyrotechnik. Gegen Wiesbaden brannte es im eigenen Stadion, gegen Hansa in Rostock.

Kallnik hatte übrigens nach dem Aufstieg in die 3. Liga mit einer Ankündigung für Aufsehen gesorgt: „Sollte es trotz aller Warnungen zu Gewalt von unseren Fans kommen, schließen wir nicht aus, die Punkte freiwillig abzugeben.“ So weit soll es natürlich nicht kommen, vor allem nicht am Sonnabend.

Unter dem Motto „Tradition trifft auf Begeisterung“ wird auch deshalb vielmehr auf die ruhmreiche Vergangenheit beider Vereine hingewiesen: Zusammen 170 Europapokalspiele, elf DDR-Meisterschaften und 14 FDGB-Pokalsiege habe man auf dem Konto - vielleicht kommt am Ende der Saison ein Aufstieg dazu. Oder sogar zwei.

Fotos: Dehli News, Picture Point, Steffen Kuttner/Dynamo Dresden


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