Nach Auswechsel-Zoff: Aosmans Dank an Dynamos Neuhaus

Aias Aosman sprintete nach seinem Siegtor direkt zu Uwe Neuhaus und bedankte sich beim Trainer.
Aias Aosman sprintete nach seinem Siegtor direkt zu Uwe Neuhaus und bedankte sich beim Trainer.  © DPA/Robert Michael

Dresden - Aias Aosman schnappte sich die Kugel, hob kurz den Kopf, schlenzte das Leder aus 18 Metern wunderschön in den rechten Winkel. Sein Traumtor brachte Dynamo beim 3:2 über Koblenz in Zwickau in die nächste Runde im DFB-Pokal.

Als die Kugel im TuS-Kasten einschlug, drehte der 22-Jährige ab, sprintete Richtung Bank und damit zu Trainer Uwe Neuhaus.

Er wollte unbedingt ein Dankeschön loswerden. Denn beim Spiel zuvor auf St. Pauli gab es mit ihm ja eine verwirrende Szene.

Er sollte kurz vor Schluss eingewechselt werden, doch Neuhaus entschied sich für „Lumpi“ Lambertz. Aosman feuerte enttäuscht sein Ersatzspieler-Leibchen weg und lief Richtung Kabine.

„Das war eine unglückliche Aktion. Viele haben die auch falsch verstanden. War schön, dass der Trainer und ich am Mittwoch darüber gesprochen haben und der gleichen Meinung waren“, erklärte der Deutsch-Syrer.

„Ich hätte nicht gedacht, dass er mir so schnell die Chance gibt, aber ich bin ihm sehr dankbar. Ich hoffe, ich habe es zurückgezahlt“, sagte Aosman beinahe schüchtern. Zurückgezahlt kann man es nennen, denn für die 2. Runde gibt es immerhin hübsche 318.000 Euro.

Aber was haben denn viele auf St. Pauli falsch verstanden? „Ich wollte eingewechselt werden“, so Aosman. „Ich war natürlich sauer, dass ich so spät kommen sollte. Der Trainer war der Meinung, dass ich nicht bereit bin, um ins Spiel zu kommen, obwohl ich es war. Aber das ist auch nicht so schlimm. Wir haben uns ausgesprochen. Jetzt ist alles wieder gut.“

Und dann war eben noch der Sprint nach dem 3:2 gegen Koblenz in die Arme des Trainers. „Ich wollte unbedingt ein Tor machen, egal wie. Ich habe mich bedankt, dass er mir die Chance gegeben hat nach der Aktion“, sagte Aosman und legte ein schelmisches Grinsen auf:

„Auch wenn man es ihm nicht angesehen hat, glaube ich trotzdem, dass er sich gefreut hat.“

Wunderschönes Tor von Aias Aosman (3.v.r.)! Der Ball senkt sich über den Koblenzer Schlussmann Chris Keilmann ins Netz - das 3:2 für Dynamo, der Sieg.
Wunderschönes Tor von Aias Aosman (3.v.r.)! Der Ball senkt sich über den Koblenzer Schlussmann Chris Keilmann ins Netz - das 3:2 für Dynamo, der Sieg.

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