Diese Dynamo-Nullnummer machte richtig Spaß!

Dynamo-Rückkehrer Janis Blaswich parierte mehrfach großartig.
Dynamo-Rückkehrer Janis Blaswich parierte mehrfach großartig.

Von Thomas Schmidt

Großaspach - Der Drittliga-Hit Zweiter gegen Erster hielt, was er versprach. Die Nullnummer zwischen der SG Sonnenhof Großaspach und Dynamo Dresden machte richtig Spaß.

9751 Zuschauer sorgten für ein Novum: Erstmals hing der Dorfverein das „Ausverkauft“-Schild an die Tore der Mechatronik Arena. Entsprechend chaotisch ging’s auch um das Stadion herum zu, die kleine Zufahrtsstraße war verstopft, sogar die Dynamos kamen erst eine knappe Stunde vorm Anpfiff an.

Der ertönte mit 15-minütiger Verspätung. Auch auf dem Platz ging zunächst nicht viel los. Der Respekt der beiden Spitzenteams der Liga war offensichtlich.

Justin Eilers (li.) konnte Kai Gehring nur selten davonlaufen.
Justin Eilers (li.) konnte Kai Gehring nur selten davonlaufen.

Auch in Sachen Aufstellung: Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus stellte mit Marco Hartmann und Quirin Moll seit langem wieder einmal eine Doppel-Sechs vor die Viererkette.

Dahinter feierte Janis Blaswich nach mehr als vierwöchiger Verletzungspause sein Comeback im Dresdner Kasten.

Es dauerte eine knappe halbe Stunde bis zur ersten echten Chance in der Partie. SGS-Keeper Christopher Gäng wehrte einen Neun-Meter-Schuss von Justin Eilers zur Ecke ab. Die köpfte Pascal Testroet aus sechs Metern auf das Tor der Gastgeber, wieder war Gäng zur Stelle.

Auf der anderen Seite brannte es in der 44. Minute lichterloh. Ein abgefälschter Versuch von Maximilian Dittgen landete am Pfosten.

Den Abpraller köpfte Ex-Dynamo Timo Röttger aus sechs Metern unbedrängt aufs Dresdner Tor, aber Blaswich war nach einem Hechter rechtzeitig wieder auf den Beinen und parierte.

Giuliano Modica und Pascal Testroet scheitern an Großaspach-Torwart Christopher Gäng.
Giuliano Modica und Pascal Testroet scheitern an Großaspach-Torwart Christopher Gäng.

Die erste Gelegenheit nach der Pause hatten die Gäste. Marvin Stefaniak wurde zehn Meter vorm Strafraum gelegt und Eilers versuchte es aus der Distanz direkt - erneut war Gäng zur Stelle (53.).

Dann war Blaswich wieder gefragt. Nach einem Pass aus der Schwaben-Abwehr über Freund und Feind lief Tobias Rühle frei auf den Dynamo-Keeper zu und zog aus zwölf Metern ab. Blaswich riss die linke Faust hoch - eine Wahnsinns-Tat!

Auch nach der fälligen Ecke war der 24-Jährige da, hielt Dittgens Schuss aus spitzem Winkel sicher (60.). Sieben Minuten später verzog Rühle knapp.

Dann durfte Gäng wieder ran – nicht weniger spektakulär. Einen Stefaniak-Freistoß köpfte Giuliano Modica aufs linke Eck und Gäng fuhr den Arm aus (71.). Und vier Minuten danach hatte der SGS-Keeper das Glück auf seiner Seite, als ein Heber von Eilers am linken Pfosten vorbei trudelte.

Auch Blaswich atmete tief durch, dass Shqiprim Binakaj um Zentimeter vorbei zielte (85.).

Fazit aus Dynamo-Sicht: Auswärts weiter ungeschlagen, die Schwaben auf Distanz gehalten – aber schon seit vier Partien sieglos.

Fotos: Worbser-Sportfotografie


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