So wichtig! Erich Berko schießt Dynamo zu drei Punkten am Betze

Kaiserslautern - Gott, war das wichtig! Dynamo hat endlich den so lang ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf geschafft. Die Schwarz-Gelben gewannen beim Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern mit 1:0 und knackten damit die 40-Punkte-Marke. Angesichts der Ergebnisse der direkten Konkurrenz war das ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt.

Erich Berko erzielte das Siegtor für Dynamo.
Erich Berko erzielte das Siegtor für Dynamo.

"Wie die Situation ist, wissen alle. Welche Maßnahmen wir ergreifen, um uns zu befreien, weiß ich", sagte Neuhaus im Vorfeld. Die Maßnahmen auf dem Betzenberg sahen so aus: In der Startelf gab es vier Wechsel - die verletzten Philip Heise und Niklas Hauptmann fehlten, Manuel Konrad und Sascha Horvath landeten auf der Bank. Florian Ballas, Paul Seguin, Aias Aosman und Erich Berko durften von Beginn an ran.

Interims-Sportchef Kristian Walter, der den erkrankten Ralf Minge vertritt, sagte vor der Partie bei Sky: "Wir sind total überzeugt von der Qualität des Kaders und wir sind überzeugt von Uwe Neuhaus. Aber es geht nicht um Uwe Neuhaus, Kristian Walter oder Ralf Minge - es geht um den Verein. Wir wussten, dass es sportlich nicht immer linear nach oben gehen kann, dass es auch mal schlechter läuft. Jetzt haben wir diese Situation, dieses verrückte, schwierige zweite Jahr. Aber wir sind total überzeugt, dass wir gewinnen!"

Beide Mannschaften begannen zunächst verhalten - zu viel stand auf dem Spiel. Also, nur keine Fehler machen! Chancen blieben deshalb auf beiden Seiten Mangelware. Aber es war - nervliche Anspannung hin und her - doch deutlich zu sehen, warum beide Teams im Abstiegskampf stecken.

Dynamo bekam die Partie zusehends besser in Griff, musste bei Lauterer Konter aber immer höllisch aufpassen. Moussa Koné (13.), Aosman (16.) und Niklas Kreuzer hatten die Gästeführung auf Fuß und Kopf. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit brandete dann doch der Jubel im schwarz-gelben Block auf.

Kaiserslauterns Phillipp Mwene (l) und Dresdens Rico Benatelli versuchen an den Ball zu kommen.
Kaiserslauterns Phillipp Mwene (l) und Dresdens Rico Benatelli versuchen an den Ball zu kommen.  © DPA

Koné hatte eingenetzt, aber der Treffer zählte nicht - Dynamos Stürmer hatte beim Pass von Haris Duljevic einen Schritt im Abseits gestanden. Leider eine richtige Entscheidung.

Auch in der zweiten Hälfte sahen die 25000 Zuschauer auf dem Betzenberg ein zerfahrenes Zweitliga-Duell. Dynamo war der Führung trotzdem näher. In der 60. Minute hätte es im Pfälzer Kasten klingeln müssen, doch Marcel Franke traf zwölf Meter zentral vorm Tor den Ball nicht richtig - was für eine Chance!

In der 79. Minute war es dann endlich soweit. Die eingewechselten Sascha Horvath und Pascal Testroet bedienten mustergültig Erich Berko im Strafraum. Und der überwand mit etwas Glück FCK-Keeper Marius Müller - endlich die Dynamo-Führung!

Fünf Minute später gab's aber einen Dämpfer: Kapitän Marco Hartmann sah nach einem vermeintlichen Foul die Gelb-Rote Karte. Eine klare Fehlentscheidung von Schiri Daniel Siebert (Berlin), denn Hartmann hatte nur den Ball gespielt!

Doch auch in Unterzahl brachte Dynamo diesen überlebenswichtigen Sieg über die Zeit, hätte in der fünfminütigen (!) Nachspielzeit durch Horvath sogar das zweite Tor machen müssen.

Haris Duljevic hatte am Sonntag kein Glück vorm Tor.
Haris Duljevic hatte am Sonntag kein Glück vorm Tor.

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