Minge und Dynamo sauer auf das Verhalten der Leipziger

Dynamo-Sportdirektor Ralf Minge 
fordert Aufklärung von DFB und RB in Sachen Geheim-Kommunikation.
Dynamo-Sportdirektor Ralf Minge fordert Aufklärung von DFB und RB in Sachen Geheim-Kommunikation.  © Lutz Hentschel

Dresden - Der Pokal-Triumph gegen die "Roten Bullen“ ist nun schon acht Tage alt, aber die Nachwehen sind noch immer heftig. Und damit sind nicht die Siegesfeiern gemeint.

Die Dynamos sind sauer auf das Verhalten der Leipziger rund um die Partie und wollen ihren Ärger auch nicht im Sand versickern lassen.

Sportdirektor Ralf Minge stellt zunächst klar: „Ich habe Respekt vor der sportlichen Entwicklung bei RB und auch, was in Leipzig in Sachen Infrastruktur aufgebaut wurde. 

Es gibt sogar Parallelen bei unseren Vereinen was zum Beispiel die interdisziplinäre Struktur angeht und dass wir genauso auf ,U 23‘-Spieler setzen, die sich weiterentwickeln sollen.“

Was dem 55-Jährigen aber mehr als sauer aufstößt, waren Handlungen und Äußerungen vor allem vor dem brisanten Duell. Minge: „Schon, dass Ralf Rangnick von Anfang an von einem Hochsicherheitsspiel gesprochen hat, fanden wir nicht in Ordnung.“


Geradezu skandalös sehen die Schwarz-Gelben die geheime Kommunikation zwischen RB und DFB. Minge: „Wenn drei Parteien einem Tisch sitzen, sollten auch alle gleichermaßen behandelt werden. Wir kamen uns sehr schäbig vor, irgendwie wie 2. Klasse.“

Zudem haben die Funktionäre des Bundesliga-Aufsteigers alle Gesprächs-Protokolle aus den Vorbereitungs-Sitzungen an den DFB weitergegeben. Minge: "Warum auch immer! Schlimm ist nur, dass das ohne unser Wissen passiert ist und von den anderen beiden Seiten gegenseitig intern kommentiert wurde. Wir haben bei der DFL-Tagung von DFB-Präsident Reinhard Grindel gefordert, dass er uns die Dokumente zukommen lässt." Schließlich soll bis zum Dienstag eine Stellungnahme über diverse Vorkommnisse abgegeben werden. Zuvor wollen die Dynamos aber alle Hintergründe wissen.


Bei jenen Sitzungen im Vorfeld hatten die Gastgeber nur Fragen der Leipziger beantwortet. Minge: „Die Sache mit der Anreise in einem neutralen Bus und erst am Spieltag kam dabei zur Sprache, war aber keineswegs eine Empfehlung unsererseits. Dass das von RB anders kommuniziert wurde und wir in der Öffentlichkeit in ein völlig falsches Licht gerückt worden sind, ist einfach keine faire Umgangsform.“

Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch zwischen den beiden Sportdirektoren gab‘s übrigens keine. Minge: "Ralf Rangnick war weder bei einem der Vorgespräche persönlich dabei noch war er nach dem Spiel im Stadion irgendwo zu treffen.“ Was bei diesem Ausgang wiederum nicht verwunderlich ist.


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