Neuhaus sauer: Dynamo-Training im Stadion verboten

Ein Training im Stadion ist für die Dynamo-Kicker im Moment nicht möglich.
Ein Training im Stadion ist für die Dynamo-Kicker im Moment nicht möglich.

Von Thomas Schmidt

Dresden - „Vom Sportlichen her bin ich mit der Trainingswoche zufrieden, aber trotzdem muss ich an dieser Stelle mal etwas loswerden.“ Dynamo-Coach Uwe Neuhaus passen die Nebenkriegsschauplätze in Fußball-Dresden ganz und gar nicht.

Der 56-Jährige weiter: „Alle reden davon, dass wir hier die 2. Liga wollen. Wenn ich dann in der MOPO lese, was auf unserem Rücken ausgetragen wird, kommen mir da Zweifel.“

Dabei geht es nicht nur wie in unserem Bericht erläutert um nicht gezahlte Miet-Zuschüsse der Stadt an die SGD in Millionen-Höhe.

Auch in der praktischen Arbeit sieht sich Neuhaus regelrecht behindert: „Unser Training ist öffentlich - öffentlicher als im Großen Garten geht es ja nicht mehr. Deshalb halte ich es für notwendig, dass wir wenigstens einmal pro Woche das Stadion nutzen, um Standards einzustudieren und taktische Sachen auszuprobieren, die nicht gleich jeder mitbekommen soll.“

Dabei geht es nicht darum, den neuen Rasen zu schonen, sondern wieder mal ums Geld. Dynamo soll eben wegen jener fehlenden Zuschüsse die Heimspielmiete nicht in voller Höhe überwiesen haben, weshalb die Stadionprojekt-Gesellschaft als Betreiber in Sachen Training auf stur schaltet.

Und das - wie Neuhaus zu Recht beklagt - auf dem Rücken der Sportler.

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus ist sauer über die Zustände bezüglich Verein und Stadion: „Mit den Platzarbeitern hier habe ich kein Problem. Aber die Herren da oben sollten sich mal einig werden.“
Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus ist sauer über die Zustände bezüglich Verein und Stadion: „Mit den Platzarbeitern hier habe ich kein Problem. Aber die Herren da oben sollten sich mal einig werden.“

Fotos: Lutz Hentschel


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