Heise ist bei Dynamo der Meister des ruhenden Balls

Dresdens Linksverteidiger Philip Heise bei einer seiner gefährlichen Ecke gegen Aue. Die Tore drei und vier hatten der Eckfahne ihren Ursprung.
Dresdens Linksverteidiger Philip Heise bei einer seiner gefährlichen Ecke gegen Aue. Die Tore drei und vier hatten der Eckfahne ihren Ursprung.  © Lutz Hentschel

Dresden – "Das waren Brandbomben", zog Aues Mittelfeldmann Christian Tiffert den Hut vor den Flanken von Philip Heise. "Jede war gefährlich, wir waren nicht in der Lage das zu verteidigen", erkannte er nach dem klaren 4:0 der Dynamos gegen Aue an.

Ohnehin ist es auffällig, wie gut Heise dem Dynamo-Spiel tut. Drei Partien war er rotgesperrt, gegen Düsseldorf kam er zurück- seither läuft es. Jetzt den 26-Jährigen in den Himmel zu heben verbietet sich, schließlich standen jeweils zehn andere mit auf dem Feld, die ebenfalls ihr Zeug machten.

Trotzdem ist es ein Fingerzeig. In seiner bisherigen elf Einsätzen kommt er auf drei Tore und vier Vorlagen - sieben Scorerpunkte für einen Linksverteidiger, das hat manch Stürmer nicht zu bieten.

Vor allem wenn der Ball vor Heise ruht, sind seine Hereingaben wohl so scharf und so genau wie bei keinem Zweiten in der Liga.

Keine Mannschaft in der 2. Liga ist so gefährlich bei Standards, wie Dynamo. Hier versenkt Kreuzer einen Freistoß gegen Heidenheim.
Keine Mannschaft in der 2. Liga ist so gefährlich bei Standards, wie Dynamo. Hier versenkt Kreuzer einen Freistoß gegen Heidenheim.

Die Tore drei und vier gegen Aue entsprangen Ecken von Heise. Das 3:0 besorgte Florian Ballas per Kopf, beim 4:0 kam das Leder über den Umweg Marco Hartmann zur Erich Berko.

Von den letzten 19 Toren schoss die SGD 13 nach einem Freistoß oder einer Ecke. Das sind 68 Prozent aller Tore - das ist mit Abstand der beste Wert der Liga.

Dynamo-Kapitän Hartmann tüfftelt zusammen mit Heise die Standardsituationen aus: "Sie spielen im modernen Fußball eine immer wichtigere Rolle. Man sieht Woche für Woche, wie viele knappe Spiele dadurch am Ende entschieden werden", sagt "Harti" und ergänzt:

"Wir legen im Training daher sowohl offensiv als auch defensiv immer wieder viel Wert darauf, um uns in diesem Bereich weiter zu verbessern. Wir haben tolle Freistoß- und Eckenschützen in der Mannschaft, die sehr gefährliche Standards treten können."

Und nicht nur das, sondern auch welche, die sie verwerten können. "Daher sind wir im Moment vielleicht schwerer ausrechenbar als andere Mannschaften. Aber das ist immer ein Prozess, der nie aufhört und an dem man permanent als Mannschaft weiterarbeiten muss, um sich Stück für Stück zu verbessern. Ein Selbstläufer sind Tore nach Standards schon mal gar nicht.“

Aber vielleicht morgen wieder siegbringend bei Union...


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