Trotz Dynamo-Erfolg: Neuhaus fordert von Profis "Schadenersatz"

Ein Garant des Vorrunden-Erfolgs von Dynamo: Akaki Gogia.
Ein Garant des Vorrunden-Erfolgs von Dynamo: Akaki Gogia.  © Lutz Hentschel

Dresden - Montag, 10 Uhr, trafen sich Spieler, Trainer und Betreuer zum letzten Mal 2016 in der Kabine - zur Verabschiedung in den Weihnachtsurlaub. Und der ist verdient wie nie, denn Dynamo legte die beste Zweitliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte hin.

Der 2:1-Sieg bei Arminia Bielefeld war die Krönung einer grandiosen Saison. Mit 27 Punkten überwintern Kapitän Marco Hartmann & Co. auf einem hervorragenden siebten Platz, haben satte 13 Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegs(relegations)platz.

In der vergangenen Saison reichten schon 34 Punkte zum Klassenerhalt, der Verein kann also praktisch schon fürs nächste Jahr in der 2. Bundesliga planen.

Doch nicht nur Akaki Gogia hob den mahnenden Zeigefinger:

Gewonnen, aber Trainer Uwe Neuhaus (r., mit Stefan Kutschke) musste sich in der Schlussphase der Bielefeld-Partie mehrfach die Haare raufen.
Gewonnen, aber Trainer Uwe Neuhaus (r., mit Stefan Kutschke) musste sich in der Schlussphase der Bielefeld-Partie mehrfach die Haare raufen.  © DPA/Thomas Eisenhuth

„27 Punkte - das hört sich gut an. Aber wir müssen uns im neuen Jahr darauf fokussieren, dass wir noch genügend Punkte holen, um in der Liga zu bleiben. Im Fußball ist alles möglich, nach unten und nach oben. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir ein Aufsteiger sind und uns noch ein paar Punkte fehlen.“

Stefan Kutschke war über den Sieg genauso glücklich wie darüber, dass er zusammen mit seinem Sturmkollegen Pascal Testroet die Torediskussion „nach den Nörgeleien“ beenden konnte.

Doch nicht nur er hatte in den hektischen letzten Minuten einmal mehr um den Sieg zittern müssen: „Der Trainer meinte, er möchte Schadenersatz für diese Schlussphase ...“

In der verpasste Dynamo bei mehreren schlecht ausgespielten Kontern das dritte Tor. Neuhaus tanzte an der Linie wie ein Derwisch, schimpfte wie ein Rohrspatz. Nachher war das vergessen. Zumindest fast: „Ich habe den Jungs gesagt, wir trainieren erst mal bis Mittwoch - Kombinationsspiel, das Herausspielen und Verwerten von Chancen ...“ Schließlich habe er sich mehrfach die Haare raufen müssen.

„Die werden mir irgendwann fehlen.“ War natürlich nicht ganz ernst gemeint: „Es war ein sensationelles Jahr, das stimmt mich sehr zufrieden.“


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