"Der Fuß­ball-Gott will jetzt wie­der, dass Dy­na­mo punk­tet"

Na geh‘ schon! Peniel Mlapa schiebt „Lumpi“ Lambertz vor.
Na geh‘ schon! Peniel Mlapa schiebt „Lumpi“ Lambertz vor.  © Lutz Hentschel

Berlin - Drit­ter Sieg in Fol­ge, neun Punk­te in zwei Wo­chen ge­holt, Ab­stand zum Ta­bel­len­kel­ler ge­schaf­fen - am Ende der Zweit­li­ga-Hin­run­de sieht die schwarz-gel­be Fuß­ball­welt schon wie­der viel freund­li­cher aus.

Spä­tes­tens mit dem 1:0-Er­folg im Ost­der­by bei Uni­on Ber­lin hat Dy­na­mo end­gül­tig die Kur­ve ge­kriegt.

Na­tür­lich wur­de er ge­fei­ert, der "alte Mann". An­dre­as "Lum­pi" Lam­bertz wur­de so­gar von den Mit­spie­lern nach vor­ne ge­schubst, um sich ein Ex­tra-Ständ­chen der 2400 mit­ge­reis­ten Dy­na­mo-Fans ab­zu­ho­len. Der 33-Jäh­ri­ge be­dank­te sich mit ei­ner ele­gan­ten Ver­beu­gung.

Und das, nach­dem er seit lan­gem mal wie­der die kom­plet­ten 90 be­zie­hungs­wei­se in Ber­lin 93 Mi­nu­ten ge­spielt hat­te.

Durch sei­nen Tref­fer hat­te der Mit­tel­feld­mann das Spiel ent­schie­den. "Letz­tes Mal hier der Aus­gleich, jetzt der Tref­fer zum Sieg - es gibt Schlim­me­res", kom­men­tier­te er ge­wohnt tro­cken.

Das Tor des Tages im Stadion an der Alten Försterei: Andreas Lambertz (l.) trifft, nachdem Felix Kroos (Nummer 23) gepatzt hatte.
Das Tor des Tages im Stadion an der Alten Försterei: Andreas Lambertz (l.) trifft, nachdem Felix Kroos (Nummer 23) gepatzt hatte.

Sein Trai­ner Uwe Neu­haus hat­te sich nach dem Aus­fall des ge­gen Aue so star­ken Rico Be­na­tel­li für Lam­bertz ent­schie­den, um an der "Al­ten Förs­te­rei" Ord­nung in die Mann­schaft zu brin­gen. "Für sol­che Spie­le braucht man Er­fah­rung", be­grün­de­te Neu­haus sei­ne wei­se Ent­schei­dung.

Dass "Lum­pi" dann zum Goal­get­ter wur­de, be­güns­tig­te na­tür­lich der di­cke Pat­zer von Uni­on-Ka­pi­tän Fe­lix Kroos, der ihm den Ball mund­ge­recht ser­vier­te. Phil­ip Hei­se hat­te vor­her ge­flankt.

Und da­mit den spä­te­ren Tor­schüt­zen so­gar et­was er­zürnt: "Die Flan­ke war to­ta­le Schei­ße", grien­te Lam­bertz.

"Ich hat­te das Ge­fühl, dass ich re­la­tiv frei war. Ich hab' ge­schimpft und war ver­är­gert, dass die Flan­ke so nah vors Tor kommt. Dass er mir den dann so hin­köpft und der Ball sechs, sie­ben Me­ter vorm Tor lie­gen­bleibt, ist na­tür­lich ein biss­chen Glück."

Manuel Konrad klärt volley.
Manuel Konrad klärt volley.  © Lutz Hentschel

Mit Glück hat­te es aber wie schon in den bei­den Spie­len zu­vor we­nig zu tun, dass Dy­na­mo plötz­lich wie­der Er­folg hat.

Viel Ball­be­sitz, de­fen­si­ve Sta­bi­li­tät, klu­ges Spiel nach vorn - das Ver­trau­en in die ei­ge­nen Stär­ken ist spä­tes­tens seit der Par­tie in Düs­sel­dorf wie­der zu­rück.

"Die Ge­samt­si­tua­ti­on vor­her", er­in­nert sich Lam­bertz, "war ja, dass du auf ein­mal auf dem Re­le­ga­ti­ons­platz stehst und ei­gent­lich gar nicht wei­ßt, wie dir ge­schieht. Wir ha­ben gei­le Spie­le ge­macht - Kiel neh­me ich mal raus - und trotz­dem mit lee­ren Hän­den da­ge­stan­den. Du muss­test da was än­dern. Dass wir dann so da raus­kom­men, ist schon mal in Ord­nung."

"Das Quänt­chen Glück ist wie­der auf un­se­rer Sei­te, der Fuß­ball-Gott will jetzt wie­der, dass Dy­na­mo punk­tet", mein­te Ma­nu­el Kon­rad, der den ge­sperr­ten Ka­pi­tän Mar­co Hart­mann mus­ter­gül­tig ver­trat. "Das ist ein schö­ner Sieg, ein enorm wich­ti­ger. 1:0 - ein gei­les Er­geb­nis, gei­le drei Punk­te."

Am Sonn­tag gibt es in Duis­burg noch drei da­von zu ho­len. Dann wird mit dem letz­ten Spiel des Jah­res die Rück­run­de er­öff­net.


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