Englischer Nationalcoach plaudert Transferbetrug aus

Sam Alladyce 61 ist erst wenige Wochen im Amt als englischer Nationaltrainer und schon ins Fettnäpfchen getreten.
Sam Alladyce 61 ist erst wenige Wochen im Amt als englischer Nationaltrainer und schon ins Fettnäpfchen getreten.

London - Aufgepasst, bei der Wahl des Gesprächspartners. Der neue englische Nationalcoach Sam Alladyce glaubte eigentlich Vertretern einer ostasiatischen Firma gegenüberzusitzen und hat deshalb mal ordentlich aus dem Nähkästchen geplaudert. Dummerweise...

...waren es verdeckte Reporter. Alladyce erzählte munter zum Thema Transferbetrug. Freudig schilderte er, wie man die Regeln des Nationalen Fußballverbands FA umgehen kann. Dabei wurde er auch noch gefilmt.

Wie Spiegel Online berichtet, soll er in dem Gespräch mit den Personen einen Beratungsvertrag über gut 462.000 Euro ausgehandelt haben.

Und auch beim sportlichen Teil tappte der neue Trainer der "Three Lions" in die Laber-Falle. Er lästerte ungeniert über seinen Amtsvorgänger Roy Hodgson ab, der nach dem peinlichen EM-Aus gegen Island von sich aus seinen Hut nahm.

Nun beschäftigt sich der Vorstand des britischen Fußballverbands mit Mister Alladyce persönlich. Noch am Dienstag wird entschieden, ob ein Verfahren gegen ihn eingeleitet wird. Er selbst hat aus der Geschichte gelernt, dass Reden Silber und Schweigen Gold ist und bisher deshalb kein Statement zu den Vorfällen abgegeben.

Update 20:50 Uhr: Nach nur einem Spiel haben sich Englands Fußball-Verband FA und Nationaltrainer Sam Allardyce im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Das gab der Verband nach einem Gespräch mit dem 61-Jährigen am Dienstagabend bekannt.


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