50.000 Euro Strafe, Punktabzug: Doch Waldhof Mannheim will sich wehren

Mannheim - Der Fußball-Regionalligist SV Waldhof Mannheim nimmt den drohenden Neun-Punkte-Abzug und eine Geldstrafe von 50.000 Euro nach dem Abbruch des Relegationsspiels gegen den KFC Uerdingen nicht hin.

27. Mai: Überall brennt Pyrotechnik.
27. Mai: Überall brennt Pyrotechnik.  © DPA

Der Verein habe den Antrag des DFB-Kontrollausschusses nicht akzeptiert und diese Entscheidung dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) am Freitag fristgerecht mitgeteilt, sagte SVW-Geschäftsführer Markus Kompp der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Geldstrafe fehle ihm die Verhältnismäßigkeit im Vergleich zu anderen Vorfällen im Fußball, erklärte Kompp. "Und es wäre meines Wissens ein Novum, wenn wegen Fan-Ausschreitungen mit einem Punktabzug in den Spielbetrieb eingegriffen würde." Weil der Verein die Strafe nicht akzeptiert, muss kommende Woche das DFB-Sportgericht über den Antrag des Kontrollausschusses entscheiden.

Das Rückspiel in der Aufstiegs-Relegation gegen Uerdingen Ende Mai war nach Krawallen von Waldhof-Fans kurz vor Schluss abgebrochen worden. Das DFB-Sportgericht wertete die Partie daraufhin mit 2:0 für den KFC, der damit in die Dritte Liga aufstieg. Der DFB-Kontrollausschuss hatte neben dem Abzug von neun Punkten und der Geldstrafe auch eine Reihe von Auflagen für die Kurpfälzer gefordert.

Titelfoto: DPA


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