Nach Weinzierl-Entlassung: VfB-Fans wollen weiteren Rauswurf!

Stuttgart - Der 20. April dürfte als rabenschwarzer Tag sowohl in die Vereinsgeschichte des VfB Stuttgart als auch in die persönliche Vita von Ex-Coach Markus Weinzierl eingehen.

Musste am Samstag seinen Hut nehmen: Markus Weinzierl.
Musste am Samstag seinen Hut nehmen: Markus Weinzierl.  © DPA

Der Cannstatter Club zog noch am späten Abend die Reißleine - und feuerte Weinzierl. Doch wer den gestrigen Tag auf Twitter mitverfolgt hat, der weiß auch: Mit dem Rausschmiss des 44-Jährigen ist es nicht getan. Zumindest für die tweetenden Fans.

Schon unter dem Tweet des VfB zum Abpfiff mit dem vernichtenden 0:6 bahnte sich der Unmut der Fans Luft - und der Hashtag "#Dietrichraus" war zu lesen. Vereins-Präsident Wolfgang Dietrich scheinen nämlich nicht wenige Anhänger nach dieser verkorksten Saison gleich mit entsorgen zu wollen.

Als der VfB dann am späten Abend die Trennung von Weinzierl offiziell machte, brach der Damm endgültig: "#Dietrichraus" wurde Dutzende Male von wutentbrannten Fans unter den Beitrag kommentiert.

Aber auch die Mannschaft bekam ordentlich ihr Fett weg - und den Zorn der Anhänger zu spüren. "Vielleicht sollten sie auch mal ein paar stinkfaule und charakterlose Sch...millionäre rausschmeißen", empfahl ein User dem Verein.

Ein anderer schrieb in resigniertem Ton: "Die Mannschaft lässt jegliche Basics vermissen", doch mit Blick auf Interimstrainer Nico Willig fügte er hinzu: "ein Trainer, der tagtäglich genau das trainiert, ist sicher nicht die schlechteste Entscheidung."

Der bisherige U19-Coach Willig leitet am heutigen Sonntagvormittag ab 10.30 Uhr das Training der Bundesliga-Elf. Ob er es schaffen kann, das Steuer noch herumzureißen?

Dietrich meldet sich zu Wort

Update: 12.19 Uhr

Nun hat sich auch Präsident Wolfgang Dietrich geäußert - und den Rauswurf Weinzierls verteidigt. "So frustriert wie gestern bin ich noch nie gewesen in meinen bald drei Jahren als Präsident", sagte Dietrich am Sonntag nach dem ersten Training mit Interimscoach Nico Willig. "Gestern war eine Katastrophe."

Man habe daher nicht anders als Sportvorstand Thomas Hitzlsperger reagieren können. Dietrich wollte im Verlauf des Sonntags noch mit der Mannschaft sprechen.

Seinen Rücktritt würde der in Fankreisen schwer in der Kritik stehende 70-Jährige aber trotz der akuten Abstiegsgefahr des schwäbischen Fußball-Bundesligisten nicht für die richtige Entscheidung halten. "Ich bin mit 57 Prozent gewählt worden und zweimal entlastet worden. Also die Mitglieder haben doch irgendwo goutiert, dass dieser Weg der richtige ist", sagte Dietrich.

Vom Verbleib in der Liga ist der Clubchef trotz der schwierigen sportlichen Situation überzeugt. "Ich gehe davon aus, wir halten die Liga. Natürlich, ganz klar", betonte er.

Auch ihn wollen Fans auf Twitter gehen sehen: Vereinspräsident Wolfgang Dietrich.
Auch ihn wollen Fans auf Twitter gehen sehen: Vereinspräsident Wolfgang Dietrich.  © DPA

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