Er ist der planloseste Trainer der WM

Brüssel - Costa Rica hat nicht nur das letzte Testspiel vor der Weltmeisterschaft in Russland mit 1:4 gegen Belgien verloren, sondern sich in Person von Nationaltrainer Óscar Ramírez bis auf die Knochen blamiert.

Costa Ricas Nationaltrainer Óscar Ramírez blamierte sich auf der Pressekonferenz nach der Testspielniederlage gegen Belgien (1:4).
Costa Ricas Nationaltrainer Óscar Ramírez blamierte sich auf der Pressekonferenz nach der Testspielniederlage gegen Belgien (1:4).  © DPA

Zum Spiel gegen die belgischen "Roten Teufel" sagte er laut Sky: „Die Nummer 10, ich weiß grad nicht seinen Namen, er war sehr beweglich und hat die Räume sehr gut ausgenutzt. Wir hatten Probleme, das in der Griff zu bekommen“, sagte Ramírez.

Wen er meinte? Niemand anderen als Chelseas Starspieler Eden Hazard!

Und der 53-Jährige hinterließ auch weiterhin einen äußerst unsicheren Eindruck.

Als ein Journalist der Schweizer Zeitung Blick nachfragte, welche Spieler Ramírez vom WM-Gruppengegner Schweiz besonders aufgefallen sind, war seine Antwort: "Sie erwischen mich ein bisschen auf dem falschen Fuss." Anschließend sprach er von "einem gelungenen Umbruch" und von "neuen, jungen Spielern."

Was dann folgte, sorgte für Erstaunen: "Und dann ist da natürlich dieser Kleine, wie heißt er gleich?"

Aus der versammelten Presseschar rief ihm jemand den Namen Xherdan Shaqiri zu: "Ja, genau der", meinte Ramírez, ehe er sich weiter um Kopf und Kragen redete: "Dann die Spieler hinten in der Mitte, die an deren Namen ich mich jetzt nicht erinnere. Und die beiden Außenverteidiger, Rodriguez und der Andere..."

Costa Ricas Kapitän Bryan Ruiz musste seinem Trainer mehrfach zur Seite springen.
Costa Ricas Kapitän Bryan Ruiz musste seinem Trainer mehrfach zur Seite springen.  © DPA

Wieder musste ihm jemand aus der Presse den Namen von Stephan Lichtsteiner zurufen. "Ja, danke. Sie kennen ihn", sagte Ramírez, ehe er sich weiter wand und außer Worthülsen nichts herausbrachte.

Doch der 75-fache Nationalspieler Costa Ricas war noch nicht erlöst. Ein belgischer Journalist wollte von Ramírez wissen, wie man England bezwingen könne, weil Costa Rica unter der Woche gegen die "Three Lions" getestet und 0:2 verloren hatte. Belgien und England treffen bei der WM in der Gruppenphase aufeinander.

Wieder wurde Ramírez auf dem falschen Fuss erwischt: "England hat diesen starken Angreifer, ähm, den Mittelstürmer. Mir fällt der Name nicht ein."

Costa Ricas Kapitän Bryan Ruiz, der neben seinem Trainer saß, musste aushelfen: "Harry Kane heißt er."

Nun konnten sich die anwesenden Journalisten nicht mehr halten und brachen in Gelächter aus. Immerhin war Costa Ricas Coach nun erlöst.

Für die WM sollte Ramírez sich noch einige Spiele anschauen und einige Namen merken, damit er sich nicht erneut blamiert.


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