Sex-Skandal? Mexikos Nationalspieler wittert Verschwörung

Mexiko-Stadt - Nach dem Sex-Skandal (TAG24 berichtete) um die mexikanische Nationalmannschaft hat sich nun Mittelfeldspieler Héctor Herrera zu Wort gemeldet - und vermutet eine Intrige!

Héctor Herrera (l.) vermutet eine Intrige eines Paparazzo.
Héctor Herrera (l.) vermutet eine Intrige eines Paparazzo.  © DPA

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sieht sich der Kapitän des FC Porto nach der Party als Opfer. Er war neben sieben anderen Nationalspielern identifiziert worden und soll mit 30 Escort-Damen eine rauschende Party gefeiert haben.

Mehrere mexikanische Medien berichten, dass der 28-Jährige nun nicht mehr an der WM teilnehmen wolle.

Der Grund: Seit der Affäre soll seine Ehe in die Brüche gehen!

Herrera hatte vergangenen Mittwoch von der Teamleitung die Erlaubnis erhalten, nach Porto reisen zu dürfen, um sich mit seiner Frau auszusprechen. Was dabei herauskam, wurde nicht bekannt.

Herrera hat zwei schwerwiegende Argumente für seine Ansicht. Zum einen hegt er den Verdacht, dass der Paparazzo von TV Notas, der die Fotos von besagter Party geschossen hat, den Tipp aus der WM-Reisegruppe der Mexikaner gegen eine große finanzielle Belohnung erhalten hat.

Der Paparazzo soll den mexikanischen Spielern am Ausgang des Partyortes, der im Luxusviertel von Mexiko-Stadt liegt, aufgelauert und sie abfotografiert haben.

Die mexikanischen Medien sprechen von einem Info-Honorar von schier unglaublicher Höhe: eine Million US-Dollar sollen für diese Auskunft geflossen sein!

Die mexikanischen Nationalspieler Héctor Herrera (l.), Rafael Márquez (hinten-links), Marco Fabián (hinten-rechts) und Chicharito (vorne-rechts) haben viel Ärger am Hals.
Die mexikanischen Nationalspieler Héctor Herrera (l.), Rafael Márquez (hinten-links), Marco Fabián (hinten-rechts) und Chicharito (vorne-rechts) haben viel Ärger am Hals.  © DPA

Zum anderen versteht der zentrale Mittelfeldspieler nicht, warum er im Fokus steht, fand die Party doch am freien Tag der Spieler statt. Deshalb sprach der Verband auch keine Sanktionen aus.

Darüber hinaus waren auch Torwart Guillermo Ochoa, die Eintracht-Frankfurt-Profis Carlos Salcedo und Marco Fabián, die Brüder Jonathan und Giovani Dos Santos, Jesús Gallardo, Raúl Jiménez sowie Jesús Manuel Corona auf den Fotos ausgemacht worden.

Doch damit noch nicht genug: Es sollen sich die Anzeichen verdichten, dass der gesamte Kader bei der "Orgie" anwesend war. Wie die mexikanische Zeitung El Pais berichtet, sollen Rafael Márquez, Ochoa und der frühere Bayer-Leverkusen-Spieler und heutige Kapitän der Nationalmannschaft, Andrés Guardado, die Party organisiert haben.

Die mexikanischen Medienvertreter rätseln nun, warum nicht alle Namen herauskamen. Sollte jemand geschützt werden?

Trainer Juan Carlos Osorio und Guardado stellten sich nach der 0:2-Niederlage im letzten Testspiel vor der WM der Presse und erklärten, nichts von einem vermeintlichen Rücktritt Herreras zu wissen.

Im Hintergrund sollen derweil Spielerberater versuchen, die Sache zu verharmlosen. Es seien 70 bis 80 Leute zugegen gewesen und es sei nichts passiert, was man ausschließlich dem Beichtvater anvertrauen könne. Es sei nicht nur Alkohol, sondern auch viel Mineralwasser geflossen. Am wichtigsten aber: Die Frauen, die in Limousinen vorgefahren sein sollen, seien gar keine Escorts, sondern gute Bekannte gewesen.

Die unruhige Vorbereitung der mexikanischen Nationalmannschaft auf das erste Gruppenspiel am 17. Juni gegen Deutschland (17.00 Uhr) in Moskau könnte für die noch nach ihrer Form suchende DFB-Mannschaft nach der durchwachsenen Generalprobe gegen Saudi-Arabien ein Vorteil sein.


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